Schachclub Kettig: Erfolgreicher Start der zweiten Mannschaft

Kettig.„Nach über 18 Monaten wieder das Prickeln echter Wettkampfatmosphäre zu erleben und nicht nur am Computer zu sitzen – das war schon etwas Besonderes!“ So äußerte sich Gerhard Keller, einer der vier Kettiger Streiter, die in Andernach zu ihrem ersten Saisonspiel antraten. Erstmals konnte die Zweite zudem die Räumlichkeit in Augenschein nehmen, die erst seit wenigen Jahren das Andernacher Vereinsdomizil ist: ein von der Stadt Andernach zur Verfügung gestellter Raum direkt im Rheintor/Ecke Mauerstrasse. Diese Besonderheiten schien das Kettiger Team zusätzlich zu motivieren, da der Kampf mit 3:1 zu seinen Gunsten entschieden wurde; es gewannen Thomas Hönig und Gerhard Keller, je ein Remis steuerten Waldemar Schmidt und Elmar Zimmer bei. Eine weitere Neuheit, die jedoch mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurde, war die vom Andernacher Mannschaftsführer durch die Spielstatuten vorgeschriebene anfängliche Kontrolle der Corona-Impfnachweise. Es bleibt zu hoffen, dass diese Regel kein fester Bestandteil wird. Angesichts steigender Inzidenzen ist dies momentan jedoch nur ein frommer Wunsch. Das Jugendtraining findet freitags von 16.30 bis 18 Uhr im Vereinsraum in der Weißenthurmer Str. 1 statt. Anfänger sind willkommen. Auskünfte erteilt Christina Marx, Tel. (01 76) 96 48 60 48 (per WhatsApp oder SMS). Die Senioren treffen sich dann anschließend ab 19.30 Uhr. Auch hier sind Gäste gern gesehen.

Ergebnisse des SC Cochem

Cochem. Am ersten Spieltag der Rheinlandliga traf der SC Cochem auf die SG PST-Trier/Bernkastel.

Ein brisantes Duell, nachdem beide Mannschaften zuvor nur knapp an einem Entscheidungsspiel gegen den Abstieg vorbeikamen. Die lange Wettkampfpause zeigte sich an den Brettern durch ungewöhnlich schlechtes Zeitmanagement, das Endergebnis von 3:3 gegen eine verstärkte Trierer Mannschaft ist ein zufriedenstellendes Resultat. Für Cochem punkteten Frank Thönnes, Boris Damke und Alexander Eske.

Zweite Mannschaft bezwingt Nickenich III

Mit neuer Mannschaft in die neue Saison: Das Auftaktspiel der A-Klasse endete gegen die Schachfreunde Nickenich III mit einem verdienten 2,5:1,5. Solides Spiel endete in drei Remispartien durch Christian Banyai, Robin Boos und Jonas Simon. Am dritten Brett errang Moritz Schönwiese den Sieg des Tages und damit verdiente zwei Punkte in der Tabelle. Spielabende: Der Schachverein Cochem lädt zum offenen Vereinsabend ein: Gespielt wird im Schachlokal des Cochemer Schachvereins Am Klosterberg 3 in Cochem; freitags ab 16:30; offen für alle Interessierten. Aktuelle Schutzmaßnahmen sind zu beachten.

TC Grafschaft wieder auf 64 Feldern aktiv Erfolgreicher Saisonstart

Grafschaft. Nach langer Pause starteten die Mannschaftskämpfe im Schachbezirk Rhein-Ahr-Mosel. Aufgrund der aktuellen Umstände wird von Verbandsseite in diesem Jahr eine Zwischensaison eingeschoben, bei der es keine regulären Auf- und Abstiegskämpfe gibt. Außerdem wurde die Mannschaftsstärke auf vier Spieler pro Team reduziert. Der TC Grafschaft ist auf Bezirksebene in drei Spielklassen mit je einer Mannschaft vertreten. Zum Saisonauftakt erreichte die junge dritte Mannschaft in der B-Klasse ein überraschendes Remis gegen „Fit, Step by Step“ (Volkesfeld), wobei Elisa Naumann einen ganzen Punkt, Konrad Langner und Roman Windscheif je einen halben Punkt beisteuerten. Die Senioren feierten in der A-Klasse einen Auftaktsieg. Gegen die nominell stärker einzuschätzende SpVgg Kalenborn gewannen Wilfried Kriechel und Dieter Göbelsmann, während Reinhold Herrmann remisierte. Das Flaggschiff des TCG hatte es am ersten Spieltag der Bezirksklasse mit den Schachfreunden Nickenich zu tun. Jürgen Kaster hatte an Brett 2 bereits früh seine „Lieblingsstellung“ auf dem Brett und demonstrierte seinem Gegner, dass er die Stellung besser verstand. Das sah auch sein Gegner ein, der nach Materialverlusten seine Partie zur Grafschafter Führung aufgab. Das Spitzenbrett Thorsten Kammer hatte seine Partie extrem scharf angelegt. Sein Gegner konnte im früheren Mittelspiel den giftigen Angriffsplan nicht vereiteln, sodass auch diese Partie erfolgreich für den TCG ausging. Luca Häusler überspielte in seinem ersten Einsatz in dieser Klasse seinen Gegner bereits in der Eröffnung. Ein spektakuläres Turmopfer erwies sich jedoch als inkorrekt und als er dann auch noch eine Remisfortsetzung übersah, ging die Partie verloren. Mannschaftskapitän Jonas Naumann durchlebte parallel dazu eine wahre Achterbahnfahrt. Mit Vorteil kam er aus der Eröffnung, übersah aber den Gewinnweg und landete stattdessen in einem Endspiel mit drei Minusbauern. Jonas zeigte sich kämpferisch, wodurch er wieder der Punkteteilung und damit dem Mannschaftssieg nahekam. In Zeitnot verlor der Grafschafter jedoch die Übersicht und manövrierte sich in eine Mattstellung. „Insgesamt war diese Punkteteilung unglücklich“, so Thorsten Kammer, „die Brutalität des Schachsports, dass ein schlechter Zug alles ruiniert, hat uns heute mit der ganzen Wucht erwischt.“

TC Grafschaft sammelt 1.500 Euro für die Fluthilfe Traditionelles Schnellschachturnier

Grafschaft. Das traditionelle Allerheiligen Schnellschachturnier des TC Grafschaft stand diesmal ganz im Zeichen von „SolidAHRität“. Statt des üblichen Startgeldes bat der Ausrichter um Spenden für die Flutopfer und so flossen über 1.500 Euro auf das Konto TCG Hochwasserhilfe, mit dem Betroffene der Flutkatastrophe unterstützt werden. Das großzügige Sponsoring der Kreissparkasse Ahrweiler war ein weiterer Baustein der Hilfsaktion.

Das Turnier fand erstmals in den großzügigen Räumlichkeiten im Winzerverein Lantershofen statt, wo für die Teilnehmer ein großzügiges Platzangebot zur Verfügung stand. 64 Teilnehmer zeugten von dem großen Wunsch, endlich wieder bei einem Schnellschachturnier antreten zu können. Neun Runden waren zu absolvieren, was einer Gesamtspielzeit von gut sechs Stunden entsprach.

Sportlich lief es für die sieben teilnehmenden Grafschafter bei ihrem Benefizturnier nicht wirklich gut. Die einzige Ausnahme war Konrad Langner, der wieder einmal eine starke Leistung bot und sich mit 6 Punkten souverän einen der Ratingpreise sichern konnte. Mit der Titelvergabe hatte auch er nichts zu tun, denn diese machten die Titelträger FIDE-Meister Pawel Grabowski (Godesberger SK; 8,5 Punkte aus 9 Runden) und FM Luca Suvorov (SG Porz; 7,5) unter sich aus. Ersterer ließ nur ein Remis zu und wurde verdient Sieger. Auf dem Bronzeplatz landetet nach Wertung der „Stammgast“ Jochen Schäfer vom SC Heimbach-Weis/Neuwied vor Frank Bellers (Herforder SK) und Wolfgang Otto (Godesberger SK, alle 6,5). Siegerin bei den Damen wurde Helga Prison (SV Koblenz) vor Elisa Naumann (TC Grafschaft).

Die Ratingpreise gingen an: Waldemar Schmidt (SC Kettig; DWZ bis 2000); Konrad Langner (TC Grafschaft; 1800); Michel Fettig (SC ML Kastellaun; 1600); Lasse Werling (SV Lahnstein; 1400); Luca Häusler (TC Grafschaft, 1200).

Schachclub Kettig – 1. Mannschaft Auftakterfolg gefeiert

Kettig. Zum Saisonauftakt kam die Kettiger Erste zu ihren ersten zwei Mannschaftspunkten, aber nicht ganz so, wie sie es erwartet hatte: Es schien, dass dem Gegner Konz die Anreise angesichts nur geringer Erfolgsaussichten zu weit war, offiziell bekam man keine sechs Spieler zusammen und der Sieg fiel kampflos Kettig zu. Kettig hat sich damit an die Tabellenspitze gesetzt, von der man auch nicht mehr verdrängt werden will. Die zweite Runde führt die Mannschaft am Sonntag, 14. November nach Bitburg, das ebenfalls das erste Spiel gewonnen hatte.

Jugendtraining findet weiterhin freitags von 16.30 bis 18 Uhr im Vereinsraum in der Weißenthurmer Str. 1 statt. Anfänger sind immer willkommen.

Auskünfte erteilt Christina Marx, Tel. (01 76) 96 48 60 48 (per WhatsApp oder SMS).

Grafschafter Schachspieler sehr erfolgreich Thorstens Talentschmiede punktet bei den Bezirksblitzmeisterschaften

Grafschaft. Die Offene Blitzschachmeisterschaft des Schachbezirkes Rhein-Ahr-Mosel wurde vom Schach Club Remagen-Sinzig ausgerichtet. Die Aula der IGS Remagen, die Heimstätte des Zweitbundesligisten, bot beste Voraussetzungen für gutes Schach.

Davon angestachelt zeigten die vier mitspielenden Grafschafter aus Thorstens Talentschmiede durch die Bank, dass sie Lust auf gutes Schach hatten. Gleich in der ersten Runde wurden dann auch die Weichen auf Erfolg gestellt, alle vier gewannen. Zwar gab es im Verlauf der 11 Runden auch unnötige Niederlagen und Zeitnotschlachten, aber meistens lächelte die Schachgöttin Caissa den TCGlern. Luca Häusler musste ohne Wertungszahl in der offenen Gruppe starten, erreichte aber gegen gute Gegnerschaft sechs Punkte und wurde Zehnter. Er erzielte dabei auch einige schöne Siege gegen höherklassige Spieler. Für Timo Schröder scheint dieser Spielort ein gutes Pflaster zu sein, denn wie schon bei seinem letzten Auftritt errang er wieder den Ratingpreis für seine Leistungsklasse. In seiner Lieblingsdisziplin Blitzschach zeigt Konrad Langner, was ihm an guten Tagen gelingen kann. Mit der schlechtesten Bewertung aller Teilnehmer schlug er reihenweise Favoriten und etablierte sich an den oberen Brettern. „Großartige Leistung“ resümierte sein Trainer Thorsten Kammer diesen Erfolg, „was sich am besten daran widerspiegelt, dass er selbst zwei Wertungsklassen höher sich noch den Ratingpreis erkämpft hätte.“

Spielertrainer Thorsten Kammer selbst war mit seiner Leistung ebenfalls rundum zufrieden. „Gegen die Mitkonkurrenten um den Titel hatte ich jeweils Schwarz, da habe ich einiges liegen lassen. Aber bei einer lupenreinen Weste mit den weißen Steinen, kann ich gut leben“. Ein zweiter Platz mit 8,5 Punkten in der offenen Klasse, die vom Favoriten, dem mehrfachen deutschen Seniorenmeister IM Boidman, dominiert wurde, war zugleich der Titel des Bezirksmeisters. „Das war ein wenig glücklich, zwar hatte ich gegenüber dem Nickenicher Alexander Ries die wesentlich bessere Zweitwertung, aber er kam in der letzten Runde zum Glück nicht über ein Remis hinaus.“

Nach der Siegerehrung bedankten sich die Grafschafter beim Ausrichter und insbesondere dem unermüdlichen Turnierleiter Wolfgang Frömbgen, der für den reibungslosen Ablauf sorgte.

Schachfreunde Nickenich bieten kindgerechte Schachkurse an „Meine Unterrichtsstunde hat 64 Felder!“

Nickenich. Nicht nur wegen der erfolgreichen Netflix-Serie „Das Damengambit“ findet Schach gerade großen Zuspruch bei allen Generationen. Manche sprechen sogar von einem wahren Trendsport. In Nickenich kann man diesen aktiv ausleben.

Mit einer großen Mitgliederwerbeaktion melden sich die Schachfreunde Nickenich aus der Corona-Pause zurück. Unter dem Motto „Meine Unterrichtsstunde hat 64 Felder“ nimmt der Verein an der Aktion Endlich wieder im Verein: Gemeinsam für #SportRheinlandPfalz teil, die der Sportbund Rheinland initiiert hat, um den durch die Pandemie gebeutelten Breitensport zu fördern.

Im Rahmen der Aktion wollen die Schachfreunde sämtliche Generationen am Schachbrett vereinen. „Wir bieten allen Interessierten die Möglichkeit, das Schachspiel unverbindlich bei einem Vereinsabend kennenzulernen,“ so Jens Wohde, Erster Vorsitzender der Schachfreunde Nickenich.

Insbesondere im Bereich Jugendschach hat der Verein, welcher nach zwei Lockdowns gestärkt zurückkehrt, noch viel vor. Ab dem 29. Oktober ab 16:30 Uhr, werden jeden Freitag Schachkurse für alle Schülerinnen und Schüler ab der 1. Klasse in den Vereinsräumen an der Grundschule Nickenich angeboten. Ausgebildete Trainer führen auf spielerische Art und Weise in das Spiel der Könige ein. Sie vermitteln Strategien, Taktiken und geben wertvolle Tipps für spätere Wettkämpfe.

Auch komplette Neulinge ohne jegliches Vorwissen sind herzlich eingeladen: „Jeder, der Freude am Erlernen dieses großartigen Spiels hat, kann zu uns kommen. Wir bringen jedem die Regeln bei und kümmern uns individuell um die Belange des Kindes. Das ist unsere Philosophie, die wir seit fast 40 Jahren pflegen,“ so Christoph Roos, der verantwortlich das Training organisiert und erst kürzlich vom Weltschachbund den Titel des FIDE-Instructor verliehen bekam. Neben Spaß, der bei den Schachfreunden an erster Stelle steht, gibt der Verein dem Nachwuchs die Vorzüge des Denksports mit auf den Weg. Schach erhöht erwiesenermaßen die Konzentrationsfähigkeit, verbessert das logische Denken und optimiert die schulische Leistung.

„Wir führen die Kinder und Jugendlichen behutsam an den Schachsport heran. Jedes Kind bekommt bei uns die Möglichkeit zur Teilnahme am Mannschaftssport in spielstärkegerechten Klassen. Auch unser Jugendturnier, das Rhein-Ahr-Mosel Jugend Open, ist weit über die Grenzen Rheinland-Pfalz‘ bekannt,“ betont Roos. Bei der Vereinsmeisterschaft und vielen internen Turnieren wird der Nachwuchs eingebunden. Derzeit spielen ca. 20 Kinder und Jugendliche im Alter ab sieben Jahren bei den Schachfreunden.

Kinder und Erwachsene können in einer ansprechenden Atmosphäre einem vielseitigen Hobby nachgehen. Erst 2019, kurz vor der Pandemie, haben die Schachfreunde die hellen und freundlichen Vereinsräume in der Grundschule Nickenich bezogen, die optimale Bedingungen bieten.

Offene Blitzschacheinzelmeisterschaft des Schachbezirks Rhein-Ahr-Mosel in Remagen Internationaler Meister Yuri Boidman war der Sieger

Remagen/Sinzig.Nach einjährigem durch die Coronapandemie verursachten totalen Stillstand regt sich wieder das Leben im Schachbezirk Rhein-Ahr-Mosel und damit auch im Schachverein Remagen-Sinzig. Anfang September ging es los mit dem Jugend- und Schnellschachturnier in Nickenich, und einen Monat später war die Aula der IGS Remagen Schauplatz der Offenen Blitzschachmeisterschaft des Schachbezirks Rhein-Ahr-Mosel. Die Organisation und Durchführung übernahm der Schachverein Remagen-Sinzig unter seinem 1. Vorsitzenden Wolfgang Frömbgen, der im Bezirk die Funktion des 2. Turnierleiters ausübt. Unter seiner professionellen Leitung wurde das Blitzturnier am 2. Oktober zu einer rundum gelungenen Sache.

Nachdem in den letzten Jahren die Beteiligung ausschließlich aus den Vereinen des Schachbezirks gering war, entschloss man sich in diesem Jahr zur Durchführung eines offenen Turniers mit gesonderten Preisen für die besten Spieler des Schachbezirks. Neu war auch der Zeitmodus: Zu der Grundbedenkzeit von fünf Minuten kam ein Zuschlag von drei Sekunden pro Zug. Damit wollte man einem allzu hektischen Geschehen am Brett entgegenwirken. Insgesamt hatten 24 Spieler den Weg in die Aula der IGS Remagen gefunden, die beste räumliche Voraussetzungen für die Durchführung des Turniers bot. Erfreulich war, dass diesmal 17 Spieler des Schachbezirks teilnahmen, wovon die Mitglieder von SC Remagen-Sinzig und TC Grafschaft am zahlreichsten vertreten waren.

Turnierfavorit war der Internationale Meister Yuri Boidman vom SC Heimbach-Weis. In elf spannenden Runden gab er sich keine Blöße, lies lediglich ein Remis zu und gewann mit 10,5 Punkten souverän die Blitzmeisterschaft. Bereits zwei Punkte dahinter folgten auf Platz 2 Thorsten Kammer vom TC Grafschaft und auf Platz 3 Alexander Ries von den Schachfreunden Nickenich. Beide präsentierten sich in sehr guter Verfassung und konnten die Preise für die besten Spieler des Schachbezirks abräumen. Die Ratingpreise gingen an Konrad Langner vom TC Grafschaft, der mit sechs Punkten ein starkes Ergebnis einfuhr, Waldemar Resler vom SC Remagen-Sinzig mit 5,5 Punkten und Timo Schröder, ebenfalls vom TC Grafschaft, der 3,5 Punkte erzielte.

Die Blitzeinzelmeisterschaft in Remagen ist ein überzeugender Beleg dafür, dass es nach langer Corona-Pause schachsportlich wieder aufwärts geht. Auch die Bezirksligen starten nach der einjährigen Abstinenz – wenn auch mit verkleinerten Mannschaften – in den nächsten Wochen wieder. Der SC Remagen-Sinzig hat fünf Vierer-Mannschaften angemeldet. Erfreulich ist außerdem, dass im Haus der offenen Tür (HOT) Sinzig, wo alle Bezirksligaspiele durchgeführt werden, seit Anfang September wieder die regelmäßigen Spielabende des SC Remagen-Sinzig stattfinden, und zwar jeden Freitag ab 19 Uhr. Auch nicht-Mitglieder sind gerne gesehen.

Schachclub Kettig Schach vor dem Saisonstart Spieler scharren schon mit den Hufen

Kettig. Bedauerlicherweise fiel pandemiebedingt die Schachsaison 2020/21 komplett ins Wasser, doch dieses Mal soll es anders laufen. „ Solange es nicht wieder einen harten Lockdown gibt und die Corona-Kennzahlen im Winter nicht in die Höhe schnellen, bin ich optimistisch, dass wir am Ende der Saison wieder Meister küren können und nicht nach einem Spieltag wie im Vorjahr abbrechen müssen“, so Elmar Zimmer, der Vorsitzende des Kettiger Schachclubs.

Bis in den September hinein hatten die Planungen der Verbände gedauert, bis die letzten Modalitäten für den Neustart der Schachligen geklärt werden konnten. Die Auswirkungen der Pandemie zeigten sich auch in den Mitgliederzahlen – in anderthalb Jahren hat der Schachverband Rheinland ca. 200 Mitglieder verloren, da musste man sich zwangsläufig neu sortieren. So wird in der Rheinlandliga, in der die Kettiger Erste spielt, nur noch an sechs statt acht Brettern angetreten. Auch die Ersatzspielerregelung wurde gelockert, so können Spieler aus unterklassigen Mannschaften bis zu sechsmal statt vormals dreimal in der Rheinlandliga spielen. Dies sollte der Ersten zugutekommen, die traditionell immer auf eine starke Reserve zurückgreifen konnte.

Aufgrund des Spielstärkedurchschnitts ist die Erste Favorit in der Rheinlandliga. Dies gilt es am ersten Spieltag im Heimspiel gegen Konz-Karthaus am 24. Oktober unter Beweis zu stellen.

„Schach hat im Grunde während der Coronakrise geboomt“, so Elmar Zimmer weiter. „ Es ist ein idealer Zeitvertreib, der ohne direkten körperlichen Kontakt auskommt, wenn es auf einer der zahlreichen Onlineplattformen gespielt wird“. Dennoch ist für Zimmer Computerschach nicht das Gelbe vom Ei, kann höchstens Ergänzung sein: „Jetzt, wo die Bedingungen sich zu bessern beginnen, müssten die Vereine dafür sorgen, dass Schachinteressierte die Clubräume besuchen. Es ist doch ein Unterschied, ob man am Computer spielt und den Gegner meist nicht kennt oder am Brett einem Menschen aus Fleisch und Blut gegenübersitzt. Sowohl Geselligkeit wie das besondere Erlebnis einer Turnieratmosphäre kann im Internet nicht vermittelt werden“.

Die Miniserie „Das Damengambit“, welche bislang über einen Streamingdienst zu empfangen war, mag auf Schach aufmerksam gemacht haben. Spektakulärer für Zimmer ist jedoch die Tatsache, dass mit Vincent Keymer vor einigen Wochen ein erst 16-jähriger Großmeister die Spitze der Deutschen Rangliste übernommen hatte und in der erweiterten Weltspitze mitmischt. „Bei den Senioren wohlgemerkt! Gibt es das im Tennis, Tischtennis oder Badminton? Bleibt zu hoffen, dass ein ähnlicher Boom wie einst durch Boris Becker ausgelöst wird“, meint Zimmer etwas augenzwinkernd.

Gelegenheit, seine Schachkenntnisse zu testen, gibt es jeden Freitag ab 20 Uhr im Vereinsraum in der Weissenthurmer Str. 1.

Das Jugendtraining pausiert wegen den Herbstferien zwei Wochen und wird am 29. Oktober fortgesetzt, Beginn ist 16.30 Uhr.

Fragen beantworten gerne Elmar Zimmer, Tel. (0 26 37) 56 12 und Christina Marx (Jugend), Tel. (01 76) 96 48 60 48 (bitte WhatsApp oder SMS).

Schachbezirk Rhein-Ahr-Mosel Offene Blitzschacheinzelmeisterschaft am 02.10.2021

Sieger Bezirksblitzeinzelmeisterschaft 2021

Bericht des 2. Turnierleiters

Die am 02.10.2021 offene Blitzschachmeisterschaft des Schachbezirkes Rhein-Ahr-Mosel war eine rundum gelungen Sache.
Nachdem in den letzten Jahren die Beteiligung ausschließlich aus den Vereinen des Schachbezirk gering war, entschloss man sich in diesem Jahr zu der Durchführung eines offenen Turniers mit gesonderten Preisen für die besten Spieler des Schachbezirks. Neu war auch der Zeitmodus. Zu der Grundbedenkzeit von 5 Minuten kam ein Zuschlag von 3 Sekunden pro Zug. Mit der Zeitzugabe pro Zug wollte man einem allzu hektisches Geschehen am Brett entgegenwirken.

Teilnehmer BBEM 2021
Teilnehmer BBEM 2021

Insgesamt hatten 24 Spieler den Weg in die Aula der IGS Remagen gefunden, die beste räumliche Voraussetzungen für die Durchführung des Turniers bot. Erfreulich war, dass diesmal 17 Spieler des Schachbezirkes teilnahmen, wovon die Spieler vom SC Remagen-Sinzig und TC Grafschaft zahlenmäßig am meisten vertreten waren.

Turnierfavorit war der Internationale Meister Yuri Boidman vom SC Heimbach-Weis. In 11 interessanten und spannenden Runden gab sich Yuri Boidman keine Blöße, ließ lediglich ein Remis zu und gewann mit 10,5 Punkten souverän die Blitzmeisterschaft. Bereits 2 Punkte dahinter folgte auf Platz 2 Thorsten Kammer vom TC Grafschaft und auf Platz 3 Alexander Ries von den Schachfreuden Nickenich, die sich beide in sehr guter Verfassung präsentierten und die Preise für die besten Spieler des Schachbezirkes abräumten.
Die Ratingpreise gingen an Konrad Langner vom TC Grafschaft der mit 6 Punkten ein starkes Ergebnis einfuhr, Waldemar Resler vom SC Remagen-Sinzig mit 5,5 Punkten und Timo Schröder, ebenfalls vom TC Grafschaft, der 3,5 Punkte erzielte.

Nach dem erfolgreichem Jugend- und Schnellturnier „Schachtreff Nickenich“ Anfang September unterstreicht der Schachbezirk Rhein-Ahr-Mosel mit der gelungenen Durchführung der Blitzeinzelmeisterschaft, dass es nach der langen Corona-Pause schachsportlich aufwärts geht.

03.10.2021
Wolfgang Frömbgen, 2. Turnierleiter SBRAM

SBRAM-Blitzeinzelmeisterschaft-2021-Teilnehmerliste

SBRAM-Blitzeinzelmeisterschaft-2021-Rangliste-nach-Runde-11

SBRAM-Blitzeinzelmeisterschaft-2021-Ergebnisse-Kreuztabelle

SBRAM-Blitzeinzelmeisterschaft-2021-Ergebnisse-Fortschrittstabelle