Nickenich V und Talentschmiede II gemeinsam Meister mit gleichen Mannschafts- und Brettpunkten

Ochtendung. Die letzte Runde der B-Klasse im Schach-Bezirk Rhein-Ahr-Mosel (SBRAM) wurde mit einer gemeinsamen Schlussrunde in Ochtendung ausgetragen. Dabei startete der Tabellenführer – die Mannschaft der Talentschmiede – zunächst sehr schlecht, denn an den Brettern 2 und 3 verloren Robert Kaufmann und Ben Klatt gegen ihre gut aufgelegten Kontrahenten glatt zum Stand von 0:2.

Eine Niederlage hätte ein sofortiges Aus im Meisterschaftsrennen gegen den Verfolger Nickenich bedeutet. So lag es jetzt an den beiden verbliebenen Spielern an Brett 1 und 4 Jonas Naumann und Fjodor Jung, durch 2 Siege zumindest eine Chance auf den Titel offenzuhalten.

Zunächst zeigte Fjodor, warum er in diesem Jahr als sicherer Punktelieferant gilt. Er löste eine verzwickte Stellung mit viel Materialgewinn so geschickt auf, dass sein Gegenüber nach wenigen weiteren Zügen aufgab.

Bei Jonas durchlief man – übrigens wie bei der gesamten Schlussrunde – ein Auf-und-Ab, denn zunächst erspielte er sich einen leichten Vorteil mit einem Bauerngewinn; kurz darauf musste er durch eine Unachtsamkeit einen Läuferverlust beklagen, um danach mittels eines vergifteten Bauers und einer Springergabel sich diesen Läufer wieder zu erkämpfen. Damit war der 2. wichtige Punkt für die Talentschmiede erkämpft und das Remis zum 2:2 gesichert.

Ob es aber zur Meisterschaft reichte, wurde am Nachbartisch erspielt mit Nickenich gegen Remagen-Sinzig. Ein Herzschlagfinale, denn beim Stande von 2:1 für Nickenich entschied die letzte laufende Partie über die Meisterschaft.

Ein weiterer Sieg hätte für Nickenich den alleinigen Titel bedeutet, eine Niederlage den alleinigen Titel für SC TS Ahrtal. Remagen-Sinzig lag im Endspiel zunächst mit 2 Mehrbauern im Vorteil, konnte aber diese Mehrbauern nicht nutzen, sodass man sich auf ein gerechtes Remis einigte.

Dies führt dazu, dass das Spiel mit 2,5:1,5 Punkten für Nickenich gewonnen wurde und somit die Mannschaften von der Talentschmiede Ahrtal und Nickenich gemeinsam die gleichen Mannschafts- und Brettpunkte haben und letztendlich gemeinsam Meister dieser Runde sind.

Talentschmiede Ahrtal blickt auf erfolgreiches Vereinsjahr zurück

Kreis Ahrweiler. Kurz vor dem Abschluss der laufenden Saison hielt der Schachclub Talentschmiede Ahrtal seine diesjährige Mitgliederversammlung ab.

Dabei wurde deutlich:

Der Verein kann auf ein rundum erfolgreiches Jahr mit sportlichen Erfolgen, wachsender Mitgliederzahl und einem lebendigen Vereinsleben zurückblicken.

Der Vorsitzende Dr. Robert Kaufmann erinnerte an zahlreiche Höhepunkte der vergangenen Monate. Dazu zählten das Geburtstagssimultan mit Großmeister Luis Engel, das traditionsreiche Allerheiligen-Schnellschachturnier mit erneut guter Resonanz sowie die stimmungsvolle Weihnachtsfeier. Auch intern war einiges geboten: Der Vereinspokal läuft derzeit auf die entscheidende Phase zu, im kommenden Jahr soll zudem wieder eine Vereinsmeisterschaft ausgetragen werden. Besonders erfreulich ist der Mitgliederzuwachs, vor allem bei Kindern und Jugendlichen.

Sportlich wusste der Verein zu überzeugen. Trainer Thorsten Kammer freute sich, dass die 1. Mannschaft in der Rheinlandliga erneut die Vizemeisterschaft erreichte und sich punktemäßig nochmals gegenüber dem Vorjahr steigerte. Julian Köhler und Jürgen Kaster wurden jeweils Brettmeister. Dass über die gesamte Saison hinweg immer eine vollständige Mannschaft antreten konnte, war zudem ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Spannung herrscht noch bei der 2. Mannschaft, die im letzten Saisonspiel um den Aufstieg in die A-Klasse kämpft. Mit einem Sieg könnte der nächste sportliche Erfolg perfekt gemacht werden.

In der Jugend sammelten zahlreiche Kinder und Jugendliche bei Turnieren wertvolle Wettkampferfahrung und erzielten gute Ergebnisse. Julian Köhler qualifizierte sich etwa für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im Blitzschach. Das Trainingsangebot wird inzwischen von drei Trainern getragen und richtet sich an verschiedenste Spielstärken.

Mit Vorfreude blickt der Verein bereits auf das nächste Highlight: Am 26. Juli findet das diesjährige Geburtstagssimultan mit Großmeister Michael Prusikin statt. Bereits am Vorabend ist ein gemeinsamer Restaurantbesuch geplant.

Interessierte sind jederzeit willkommen: Montags um 19 Uhr findet das Online-Training statt. Freitags beginnt ab 17 Uhr das Kindertraining im Bürgerhaus Heppingen, ab 18 Uhr folgen Jugendlichen- und Erwachsenentraining sowie der offene Spielabend.

Mehr Infos auf: sc-ts-ahrtal.de.

Schachfreunde Ochtendung sichern Meisterschaft und Wiederaufstieg in der A-Klasse SBRAM

Das perfekte Finale sollte es werden am 12. April in der A-Klasse des SBRAM. Vor dem letzten Spieltag lag die erste Mannschaft mit einem halben Brettpunkt denkbar knapp hinter der SpVgg Kalenborn und während man selber in Cochem gegen die dritte Mannschaft entsprechend auf jeden Fall ein ordentliches Ergebnis abliefern musste, war es ausgerechnet die zweite Mannschaft der Schachfreunde selbst, die im heimischen Rathaus gegen Kalenborn zum Meistermacher werden konnte.

In der Osterpause wurden alle denkbaren Szenarien besprochen aber klar war am Ende, dass ein halber Brettpunkt mehr her musste um den Titel und damit auch den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksklasse klar zu machen aus der man im Vorjahr denkbar unglücklich abgestiegen war. Nach etwas mehr als zwei Stunden vermeldete Mannschaftsführer Niklas Roth den ersten Zwischenstand aus Cochem. Ein 4:0 stand zu dieser Zeit schon als deutliches Ausrufezeichen in Richtung Titel, da er selbst, Nils Schuck, Leo von Elmpt und Friedel Schütz ihren Gegnern sehr schnell den vollen Punkt abnehmen konnten. Lediglich Armin Herhaus kämpfte zu diesem Zeitpunkt noch etwas auf verlorenem Posten gegen Dominik Treis und musste tatsächlich auch wenige Minuten später den einzigen Verlustpunkt des Tages hinnehmen.

Zu dieser Zeit war in Ochtendung aber noch jedes Brett offen. Lediglich Halewijn Stikvoort hatte sich gegen Hilmar Kretzer ein positionelles Übergewicht erspielt, dass der Kalenborner Mannschaftsführer aber zäh zu verteidigen wusste. Es drohten Königsangriffe auf beiden Seiten aber die Figuren von Halewijn waren insgesamt weniger gebunden, so dass er über den Damenflügel Druck aufbauen konnte. Etwas über die 3-Stundenmarke konnte dann die mittlerweile ebenfalls in Ochtendung eingetroffene erste Mannschaft den ersten Punkt an genau diesem Brett bejubeln weil Halewijn die Partie konsequent in eine nicht mehr zu verteidigende Gewinnstellung gebracht hatte. Aus den noch laufenden 4 Partien musste nun noch dieser halbe Brettpunkt her. An Brett 1 dann der „Rückschlag“, wobei gegen Konstatin Trojanowski als wertungsstärkster Spieler der gesamten Liga ohnehin für Fynn Schneider sicherlich höchstens Außenseiterchancen bestanden. Konstantin nutzte den mittlerweile entstandenen Materialvorteil völlig routiniert um den ungefährdeten Ausgleich einzufahren. Doch die finale Entscheidung ließ nicht lange auf sich warten. Mannschaftsführer Jannik Höblich hatte es gegen Jürgen Mölders geschafft die Partie so zu vereinfachen, dass ein remisiges Turmendspiel entstand und so kam sein Gegner nicht umhin die Hand zur Einigung zu schütteln. 1,5:1,5 bedeutete mindestens den Titel, wenn zu diesem Zeitpunkt auch noch gemeinsam mit Kalenborn.

Adrian Luckmann quälte sich bereits lange mit einer sehr geschlossenen Stellung in der Rainer Koss seine Figuren peu à peu besser stellen konnte, während Adrian nur Abwartezüge blieben. Folgerichtig brach Rainer dann gut vorbereitet in die Stellung seines Gegners ein und erlegte den weißen Monarchen. An Brett 4 sah es zu diesem Zeitpunkt aber mindestens nach einer Punkteteilung aus, weil Alex Pflaum gegen Manfred Latz in ein Endspiel mit verschiedenfarbigen Läufern und einem Mehrbauern gekommen war. Lange kämpften sich beide an der Aufgabe ab dem anderen den entscheidenden Schlag zu versetzen, doch am Ende fand niemand der beiden diesen einen genialen Zug. Remis. 3:2 verlor zwar die zweite Mannschaft dieses Spiel aber die Schachfreunde Ochtendung I wurden damit alleiniger Meister der A-Klasse in der Saison 2025/2026. Die Schachfreunde Ochtendung II landen auf einem respektablen 5. Platz, wobei sie in der Saison überhaupt nur am ersten und letzten Spieltag in Stammbesetzung antreten konnten und insgesamt 14 mal auf Ersatzspieler zurückgreifen mussten.

In der kommenden Spielzeit gilt es nun den Platz in der Bezirksklasse dauerhaft zu festigen. Bei den guten Ergebnissen aus dieser Saison und der Vielzahl an talentierten Nachwuchsspielern und Nachwuchsspielerinnen sollte das aber kein wirkliches Problem sein.

15. Ochtendunger Jugendschachturnier mit Rekordteilnahme und starken Nachwuchsspielern

Ochtendung. 18 Jahre ist unser Verein nun alt und seit 2010 hat sich das Jugendschachturnier in Ochtendung nun einen festen Platz im Turnierkalender vieler Nachwuchsspielerinnen und -spieler verdient. Die Königsklasse U18 bei der Erstauflage mit insgesamt 40 Teilnehmern konnte seinerzeit Kevin Weihrauch für sich entscheiden der diesmal als Geschäftsführer des Schachbezirks Rhein-Ahr-Mosel und Trainer des SV Andernach seine Nachwuchsspieler Johann und Leonard Reichert und Ben Büchner begleitete und so zum Turnier zurückkehrte. Niklas Roth, damals auf Platz 3 in der U12 leitet heute als erster Vorsitzender die Geschicke der Schachfreunde Ochtendung und so zeigt sich mal wieder, dass eben jene Nachwuchsturniere ein wichtiger Baustein im Erhalt unseres schönen Sports sind.

Ob Mönchengladbach, Marburg, Frankfurt oder Trier – einige der Teilnehmer nahmen am 14. März einen weiten Weg auf sich, weil das Turnier auch überregional einen guten Ruf genießt und trotz des gleichzeitig stattfindenden Landesschulschachentscheids in Koblenz erreichten die Anmeldezahlen in den 7 Altersklassen mit 123 einen neuen Rekordwert. In der wunderschönen Kulturhalle hätten aber durchaus noch einige Bretter mehr Platz gefunden so dass für die Zukunft auch bei weiter steigendem Interesse hier so schnell keine Ausweichlocation benötigt werden dürfte.

Und noch ein weiterer Rekordwert belegt wunderbar die tolle Entwicklung der letzten 18 Jahre. Mit sagenhaften 34 Vereinsmitgliedern aus dem Nachwuchs der Schachfreunde Ochtendung selbst kam mehr als ein Viertel der aktiven aus den eigenen Reihen – Grund genug also sich Hoffnungen auf den einen oder anderen Turniersieg zu machen. Auch Bürgermeister Hans-Georg Hammes folgte der Einladung der Schachfreunde und konnte sich so erneut von der tollen Arbeit des Vereins überzeugen der mit seinem Erfolg natürlich auch zur Attraktivität des Ortes beiträgt.

15. Ochtendunger Jugendschachturnier wieder ein voller Erfolg

 

In den jüngeren Altersklassen U8 und U10 stand nach 5 spannenden Runden schon die Siegerehrung an. Den ersten Platz im jüngsten Klassement konnte Jishnu Vara Prasad Kondaveeti vom Mönchengladbacher Schachverein mit einer Spitzenleistung und vollen 5 Siegen erkämpfen. Als beste Spielerin schloss Alissa Kreps vom Bundesligisten SC Heimbach-Weis mit 3 Punkten ab. Überhaupt stellte Heimbach-Weis hinter den Gastgebern die zweitgrößte Spielergruppe an diesem Tag. In der U10 erspielte der nominelle Favorit Archit Goel vom SK Marburg ebenfalls eine „Weiße Weste“ und den unangefochtenen ersten Platz mit 5 aus 5. Güneş Göl von den Schachfreunden Ochtendung erspielte mit 3,5 Punkten in der mit 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stark besetzten Gruppe den Titel der besten Spielerin.

Nach der Siegerehrung, bei der es neben Pokalen für die ersten 3 Plätze für alle als verdienten Lohn eine Medaille, eine Urkunde und einen Sachpreis gab, standen die letzten beiden Runden in den Altersklassen U12-U21 an. In der U12 hatte es dabei in der vierten Runde einen kleinen Paukenschlag gegeben als Nadir Üstüntaş den knapp 600 DWZ-Punkte stärker gewerteten Turnierfavoriten Kushagra Rohatgi von der Schachabteilung des TuS Makkabi FFM schlagen konnte der fortan auf einen Ausrutscher von Nadir hoffen musste. Doch Nadirs Sieg wackelte nur kurz in der sechsten Runde als er gegen David Barsoum einen halben Punkt abgeben musste. Ungeschlagen konnte er entsprechend nach der 7. Runde den Pokal für den ersten Platz entgegen nehmen während die bestplatzierte Spielerin in der U12 erneut vom SC Heimbach-Weis gestellt wurde. Eva Mikunov erspielte hierfür 3,5 Punkte.

In der U14 ging es deutlich enger zu aber auch hier zeigte Ochtendung neben aller gastfreundlichen Geselligkeit schachlich/ sportlich Zähne. Ella Reuber, amtierende Rheinlandmeisterin und Kaderspielerin eroberte früh die Tabellenspitze und musste sich nur gegen Langzeitrivalen Mick Jussack von den benachbarten Schachfreunden Nickenich geschlagen geben. Mit 5,5 Punkten musste sich nicht einmal auf die Zweitwertung vertrauen, da der zweite Platz an Ananya Vasudevan vom SK Langen mit einem halben Punkt weniger ging. Bester Junge im Feld wurde mit ebenfalls 5 Punkten Lennard Spiller von den Schachfreunden Nickenich.

Ananya’s Vereinskamerad Shahzaib Shanawaz Thabrez galt in der U16 als haushoher Favorit und wurde dieser Rolle auch vollumfänglich gerecht. 7 Punkte aus 7 Spielen sprachen eine deutliche Sprache. Auf Platz 2 folgte dann auch direkt die beste Spielerin – wieder aus Ochtendung. Yıldız Göl gab sich nur Shahzaib geschlagen und lieferte mit 5,5 Punkten ordentlich ab.

Die Altersgruppen U18 und U21 musste aufgrund der geringen Teilnehmerzahl in der U21 gemeinsam spielen, wurden aber getrennt ausgewertet. Maxime Hallen vom 1. Schach-Klub Troisdorf setzte sich am Ende eines extrem spannenden Turniers noch vor dem Favoriten Julian Köhler von der SC Talentschmiede Ahrtal durch und wurde mit 6,5 Punkten neben dem besten U18-Spieler auch noch Gesamtsieger. Das U21 Klassement gewann Ben Dehren vom SC 1926 Bendorf.

Jugendwart und Turnierleiter Markus Höblich bedankte sich im Rahmen der Siegerehrung dann bei allen Aktiven, Sponsoren, Eltern und Betreuern aber natürlich auch den tollen Unterstützern aus dem eigenen Verein die mit unermüdlichem Einsatz, Kuchenspenden und einer riesigen Portion guter Laune das Turnier überhaupt erst möglich gemacht hatten. Am Ende des Tages blieben vor allem viele glückliche Gesichter der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und tolle Begegnungen im Gedächtnis. Die kurzfristig eigens aufgestellte Box für Feedback und Verbesserungsvorschläge wurde rege genutzt und der Inhalt bestätigte den Eindruck, dass das Ochtendunger Jugendschachturnier zurecht einen festen Platz im Kalender der Nachwuchssportlerinnen und -sportler hat.

Julian Köhler qualifiziert sich für die Rheinland-Pfalz Meisterschaft

Andernach. Am Karfreitag wurde traditionell die Blitzschachmeisterschaft des Schachverbandes Rheinland ausgetragen. Bei diesem Format stehen jedem Spieler nur 5 Minuten für die komplette Partie zur Verfügung, was den Namen Blitzschach erklärt. Neben einigen Titelträgern und Bundesligaspielern fanden sich mit Julian Köhler und Thorsten Kammer auch zwei Spieler des Schachclubs Talentschmiede aus dem Ahrtal ein. „Hoffnungen auf den Titel müssen wir uns nicht machen, aber ein einstelliger Tabellenplatz, sollte schon rauskommen“ legte der Vorsitzende des Schachclubs Dr. Robert Kaufmann, der als Kiebitz vor Ort in Andernach war, die Messlatte schon recht hoch.

Etwas Pech hatten die Ahrtaler bei der Auslosung der Vorrunde, denn sie waren gemeinsam mit dem Abomeister und amtierenden Titelträger Dr. Bohn in einer Gruppe. Da nur die ersten beiden sich für die erste Hauptrunde, die um den Titel spielte, qualifizierten war eigentlich nur die Frage, wer es von den Ahrtaler schaffen würde. Das mit Spannung erwartete Duell war allerdings eine klare Angelegenheit für Julian Köhler, der damit um den Titel kämpfen konnte. Für Spielertrainer Thorsten Kammer, Dritter der Vorrunde, blieb damit leider „nur“ die Gruppe 2.

In dieser enttäuschte er als Mitfavorit nicht und wurde mit einem guten Ergebnis wiederum Dritter von 16. „Das war schon in Ordnung“ kommentierte Kammer sein Abschneiden. „Beim Blitzschach kommt es auch immer ein wenig auf die Nuancen an. Da muss man auch Mal das Glück haben, dass dem Gegner kurz vor einem Matt die Zeit ausgeht. Das gleicht dann das Pech, dass man eine Figur eingestellt hat, aus.“

In der Meisterrunde wuchs Julian Köhler, auch wenn er keinen Titelträger schlagen konnte, über sich hinaus. In einem sehr starken Feld konnte er sich mit einem positiven Score behaupten und einen überragenden 5. Platz mit zwei weiteren Konkurrenten erspielen. „Das Julian gerade in den schnelleren Disziplinen stark spielt, wusste ich aus leidvoller Erfahrung, aber dass er so auftrumpft, hatte ich nicht erwartet. Da konnte ich meine Vorrundenniederlage sehr gut ertragen“, so der glückliche Trainer Kammer. Mit diesem Ergebnis hat sich Julian für die Rheinland-Pfalz- Meisterschaften, die vermutlich im Sommer ausgetragen werden qualifiziert. „Damit hat die Talentschmiede ihrem Namen wieder einmal Ehre gemacht“ freute sich Dr. Kaufmann und mit einem Schmunzeln merkte er an „die beiden können gut mit Druck umgehen“.

Das schachliche Wissen und Spiel wird wieder am Freitag ab 17:00 Uhr im Bürgerhaus Heppingen vertieft.

SC Brohltal überrascht gegen Tabellenführer

Brohltal. In der 7. und letzten Runde der Hauptrunde der Bezirksklasse des Schachbezirks Rhein-Ahr-Mosel spielte die 1.Mannschaft des SC Brohltal Weibern daheim Unentschieden 3:3 gegen die Schachfreunde Nickenich.

In der Tabelle behielt man bei ausgeglichenem Punktekonto 5:5 und 15,5 Brettpunkten Platz 4 hinter dem Spitzenreiter Remagen Sinzig mit 10:2 Punkten bei 21 Brettpunkten. Zweiter ist der SV Andernach mit 8:2 Punkten und 19 Brettpunkten bei einem Spiel weniger, Dritter ist der SC Cochem mit 7:3 Punkten und 15 Brettpunkten.

An Brett 2 remisierte Pietro Gaudenti gegen Laurens Jede, Erwin See gewann an Brett 3 gegen Paul Engel. Wolfgang Kutzner spielte an Brett 5 unentschieden gegen Max Wohde und Mike Kutzner gewann am sechsten Brett gegen Lennard Spiller.

Im ersten Spiel der Aufstiegsrunde konnte man gegen den Tabellenführer Remagen Sinzig daheim ebenfalls Unentschieden 3:3 spielen und damit überraschen. Auf 2 der besten Spieler mußte man verzichten.

Wolfgang ‚Kutzner einigte sich mit dem ehemaligen Brohltaler Valerie Karnaoukh auf remis. Keiner der Spieler konnte in der Eröffnung einen Vorteil erringen. Nachdem die Leichtfiguren abgetauscht wurden, war das Spiel im 19.Zug beendet.

Nachwuchsspieler Christian Nett spielte an Brett 5 gegen den erfahrenen Axel Hesper eine starke Partie

Die Spieler kamen ausgeglichen aus der Eröffnung, im Endspiel konnte Nett durch eine Ungenauigkeit einen Bauern gewinnen und diesen zum Sieg nutzen.

Alfons Hilger remisierte an Brett 6 gegen Lorenz Haupt, so spielte nur noch Erwin See an Brett 1

gegen Moritz Appel. Remagen führte 3:2.

Sein Gegner opferte einen Springer, was sich als Fehler herausstellte und von See widerlegt wurde. Durch die Mehrfigur konnte der Brohltaler die Partie nach 5 Stunden Spielzeit gewinnen.

Das Spiel war das Zünglein an der Waage zum 3:3 Mannschaftsremis.

Am kommenden Sonntag empfängt man im Pfarrheim Weibern den SC Cochem, um 10 Uhr ist Anzug, Zuschauer sind wie immer willkommen!

Schachclub Remagen-Sinzig gelingt Aufstieg in die 1. Bundesliga

Remagen/Sinzig. Überragende Saison für die 1. Mannschaft des Schachclubs Remagen-Sinzig. Das Team um Mannschaftsführer Peter Noras steigt in die 1. Schachbundesliga auf. Der Aufstieg wurde bereits bei der Dreierrunde in Remagen Anfang Februar durch souveräne Siege gegen die Mannschaften aus Hofheim, Köln-Porz und Aachen sichergestellt. Mit von der Partie war der ukrainische Großmeister und ehemalige Weltranglistenzweite Vasyl Ivanchuk.

In den letzten beiden Runden der 2. Bundesliga Nord konnte das Team dann gegen die Tabellenschlusslichter aus Magdeburg und Hannover (Lister Turm) locker aufspielen. Mit einem überzeugenden Sieg gegen Magdeburg wurde auch die Meisterschaft perfekt gemacht. Am letzten Spieltag gegen Lister Turm war ein wenig „die Luft raus“, sodass eine knappe Niederlage zu Buche stand. Trotzdem überwog die Freude über die Meisterschaft und die Rückkehr ins Bundesliga-Oberhaus.

Peter Noras plant noch die eine oder andere personelle Verstärkung, damit die Mannschaft in der nächsten Saison in der wohl stärksten Schachliga der Welt bestehen kann.

Der Vereinsspielabend findet immer freitags ab 18:00 Uhr im HOT, Barbarossastraße 43 in Sinzig statt. Herzlich eingeladen sind nicht nur Vereinsmitglieder, sondern alle, die in entspannter Atmosphäre Schach spielen oder das königliche Spiel unverbindlich kennenlernen wollen. Nähere Informationen zum Verein finden Interessierte auch auf der Website unter https://www.schachclub-remagen-sinzig.de/.

Talentschmiede II weiterhin Spitzenreiter

Kreis Ahrweiler. Die Spitzenkämpfe in der B-Klasse des Schachbezirks Rhein-Ahr-Mosel fanden am Wochenende in Ochtendung statt.

Während es die zweite Mannschaft der Ahrteiler mit der dritten Mannschaft der Ochtendunger zu tun bekam, spielte zeitgleich der Tabellenzweite aus Nickenich gegen die vierte Mannschaft des Gastgebers nebenan.

Die Ahrtaler waren mit Jonas Naumann und Timo Schröder an den vorderen beiden Bretten favorisiert, Ben Klatt und Fjodor Jung wurden aber, gerade aufgrund der letzten sehr guten Ergebnisse durchaus Chancen eingeräumt.

Nach zwei Stunden war noch keine Partie entschieden, denn an allen Brettern wurde hart gerungen. Das erste Ergebnis lieferte Fjodor, der eine Kombination von Paul Rinke übersah und eine Figur verlor. Damit brach sein Widerstand und Ochtendung ging in Führung. „Schade“, kommentierte Trainer Thorsten Kammer, der diesmal als Mannschaftsführer eingesprungen war, „aber da war zwischendurch mehr drin. Zum Glück hat Timo fast zeitgleich ausgeglichen“.

Timo spielte gegen die Nachwuchshoffnung Nadir Üstüntas, der durch sein taktisches Geschick schon für die ein oder andere Sensation gesorgt hat. Die Marschroute war einfach, möglichst eine geschlossene Stellung zu erreichen, um den Gegner positionell zu überspielen. „Das war eine Meisterleistung“, war auch die einhellige Meinung der Mitspieler, „Timo hat seinen Gegner ohne taktische Verwicklungen einfach überspielt“. Erst als keine Gegenchance mehr vorhanden war, ging er zum entscheidenden Mattangriff über.

Jonas Naumann am Spitzenbrett spielte gegen die Jugendliche Ella Reuber, die derzeit in bestechender Form ist. Nach zweischneidiger Eröffnung, Jonas hatte einen Bauern weniger, aber dafür aktive Figuren, neigte sich die Waagschale klar zu Gunsten des Ahrtalers. Gleich mehrere Bauern machten sich auf den Weg zur gegnerischen Grundreihe. Allerdings zeigte die amtierende Rheinlandmeisterin, dass sie nicht gewillt war, sich so einfach in ihr Schicksal zu fügen. Sie verteidigte sich zäh und als Jonas in Zeitnot kam, wirkte es für einen Moment, als könnte sie das Ruder herumreißen. Aber dann griff auch sie fehl und Jonas konnte durch eine schöne Kombination wieder die Oberhand gewinnen. Das entstandene Endspiel gewann er sicher.

Die längste Partie des Tages spielte Ben Klatt. Nachdem die Eröffnung von beiden Seiten unorthodox behandelt wurde, konnte sich im Mittelspiel keine der beiden Seiten einen klaren Vorteil erspielen. So mündete das Spiel in einem leistungsgerechten Remis, wodurch der Mannschaftssieg für die Talentschmiede feststand.

„Das war ein spannender Kampf“ waren sich die beiden zweiten Vorsitzenden der Vereine Markus Höblich und Thorsten Kammer einig.

SC Brohltal Weibern I gewinnt zuhause gegen Kettig

Weibern. In Runde 5 der Bezirksklasse des Schachbezirks Rhein-Ahr-Mosel schlug die 1.Mannschaft des SC Brohltal Weibern das Tabellenschlusslicht SC Kettig in der Robert Wolff-Halle Weibern mit 4:2

Damit festigte man den 4.Platz in der Tabelle mit 5:3 Punkten und 13:11 Brettpunkten.

Herbstmeister ist SG Remagen Sinzig mit einem Spiel mehr bei 8:2 Punkten und 16,5:13,5 Brettpunkten vor dem SC Cochem mit 7:3 Punkten und 15:15 Brettpunkten.

Dritter ist SV Andernach mit 6:2 Punkten und 15,5:8,5 Brettpunkten. Letzter bleibt der SC Kettig mit 0:8 Punkten und 9:15 Brettpunkten.

Nach einer Stunde stad es bereits 1:0, Pietro Gaudenti gewann kampflos gegen Thomas Hönig, der nicht erschien. Mike Kutzner spielte unentschieden gegen Michael Lohn.

Sein Vater Wolfgang Kutzner gewann an Brett 5 mit Schwarz gegen Hans-Peter Engel. Er kam schon in der Eröffnungsphase stellungsmäßig und materiell in Vorteil. Fünf Bauern waren es im 35.Zug. Da sein Druck zu groß wurde, gab der Kettiger im 44.Zug auf.

An Brett 4 spielte Robert Damiani mit Weiß gegen Herrmann Schlötter, der die Sizillianische Verteidigung wählte. Hierbei griff Schwarz über den Damenflügel an. Der Brohltaler konnte die Stellung aber geschlossen halten und nahm schließlich ein Remisangebot an.

Ebenfalls remis spielte Erwin See an Brett 3 gegen Werner Ries. In einer ausgeglichenen Stellung bot er bei einer Führung der Mannschaft mit den schwarzen Figuren ein „taktisch-psychologisches“ Remisangebot an, was sein Gegner annahm.

Mahtias Koslowski hatte an Brett 1 mit Ingo Schaller (DWZ 1855) einen recht starken Gegner, sodass er sehr defensiv eröffnete und wenig versuchte. Die Eröffnung spielten beide schnell und sauber, beide beherrschten das Zentrum, Figuren wurden wenig getauscht.

Als der SCBW gegen 13 Uhr als Mannschaft gewonnen hatte, einigte man sich auf Unentschieden.

Am kommenden Sonntag reist man an den Rhein gegen die Spielvereinigung Andernach.

Die Weihnachtsfeier verbrachte man gemütlich in der „Vulkanstube“ im Bahnhof Kempenich Engeln.

Talentschmiede hält Anschluss an die Tabellenspitze

Kreis Ahrweiler. Der Schachclub Talentschmiede Ahrtal ist gut ins neue Jahr gestartet, im Nachbarschaftsduell bei den Schachfreunden aus Nickenich gelang in der Rheinlandliga ein Auswärtssieg.

„Das hat richtig Spaß gemacht“, fasste Luca Häusler das Geschehen zusammen, „tolle Organisation der Nickenicher, Liveübertragung im Internet und ein hoher Sieg, besser geht es kaum“.

Während die Heimmannschaft beinahe in Bestbesetzung antrat, musste die Talentschmiede auf zwei Spieler der zweiten Mannschaft zurückgreifen.

Obwohl beide Ahrtaler Außenseiter waren, gewannen sowohl der Vereinsvorsitzende Dr. Robert Kaufmann als auch Ben Klatt ihre Partie. Kaufmann brachte seine Mannschaft mit 1:0 in Front. Die Opfer seines jungen Gegners nahm er mutig an und hatte schnell dessen Initiative entschärft. Das Mehrmaterial verwertete er sicher. Ben stand zwischenzeitlich bedenklich, verteidigte sich jedoch zäh und nutzte die erste Chance zum Gegenangriff. Dieser führte zu einem gewonnenen Endspiel, welches sein routinierter Gegner trotz trickreicher Gegenwehr nicht mehr halten konnte. Zuvor hatte Roman Windscheif mit den schwarzen Steinen sicher ein Remis beigesteuert, während Helmut Bürger sogar den zwischenzeitlichen Ausgleich der Nickenicher zulassen musste. In einer scharfen Variante hatte er sich schnell eine Gewinnstellung aufgebaut, um diese dann durch einen Blackout zu verlieren. Zum Glück brachte Julian Köhler am zweiten Brett die Talentschmiede zeitnah wieder in Front. Den konsequenten Mattangriff konnte sein Gegner nur unter großen Materialverlusten abwehren, um dann ebenfalls in einem verlorenen Endspiel zu landen. Thorsten Kammer am vierten Brett lehnte das Remisangebot seines Gegners ab und knetete diesen so lange, bis er aus einem minimal besseren Läuferendspiel ein gewonnenes machen konnte. Ein falscher Zug und die Umwandlung eines Bauern war nicht mehr zu verhindern. Tobias Naumann am fünften Brett war nicht wirklich gut aus der Eröffnung gekommen, aber er verkomplizierte die Stellung so geschickt, dass er erst ausgleichen und dann den einzigen schweren Fehler seines Gegners nutzen konnte, um einen Bauern in eine Dame umzuwandeln und mit dieser Matt zu setzen. Luca Häusler zeigte am Spitzenbrett, wie man einen Gegner erst einschnürt, zum Angriff übergeht und dann Material gewinnt. „Im Moment ist Luca einfach eine Bank“, freute sich Trainer Thorsten Kammer, der sich allmählich mit dem Gedanken anfreunden muss, dass Luca ihn in der internen Rangliste als Nummer 1 überholt.

Mit diesem 6,5 zu 1,5 Auswärtssieg bleibt der Blick der Ahrtaler nach oben gerichtet. Als Tabellendritter hat man nur einen Mannschaftspunkt weniger als der Titelfavorit Reil-Kinheim. In der nächsten Runde trifft die Talentschmiede auf den SC Kettig, der vor zwei Jahren noch zwei Ligen über den Ahrtalern aktiv war, also keine leichte Aufgabe.