Schachfreunde Ochtendung sichern Meisterschaft und Wiederaufstieg in der A-Klasse SBRAM

Das perfekte Finale sollte es werden am 12. April in der A-Klasse des SBRAM. Vor dem letzten Spieltag lag die erste Mannschaft mit einem halben Brettpunkt denkbar knapp hinter der SpVgg Kalenborn und während man selber in Cochem gegen die dritte Mannschaft entsprechend auf jeden Fall ein ordentliches Ergebnis abliefern musste, war es ausgerechnet die zweite Mannschaft der Schachfreunde selbst, die im heimischen Rathaus gegen Kalenborn zum Meistermacher werden konnte.

In der Osterpause wurden alle denkbaren Szenarien besprochen aber klar war am Ende, dass ein halber Brettpunkt mehr her musste um den Titel und damit auch den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksklasse klar zu machen aus der man im Vorjahr denkbar unglücklich abgestiegen war. Nach etwas mehr als zwei Stunden vermeldete Mannschaftsführer Niklas Roth den ersten Zwischenstand aus Cochem. Ein 4:0 stand zu dieser Zeit schon als deutliches Ausrufezeichen in Richtung Titel, da er selbst, Nils Schuck, Leo von Elmpt und Friedel Schütz ihren Gegnern sehr schnell den vollen Punkt abnehmen konnten. Lediglich Armin Herhaus kämpfte zu diesem Zeitpunkt noch etwas auf verlorenem Posten gegen Dominik Treis und musste tatsächlich auch wenige Minuten später den einzigen Verlustpunkt des Tages hinnehmen.

Zu dieser Zeit war in Ochtendung aber noch jedes Brett offen. Lediglich Halewijn Stikvoort hatte sich gegen Hilmar Kretzer ein positionelles Übergewicht erspielt, dass der Kalenborner Mannschaftsführer aber zäh zu verteidigen wusste. Es drohten Königsangriffe auf beiden Seiten aber die Figuren von Halewijn waren insgesamt weniger gebunden, so dass er über den Damenflügel Druck aufbauen konnte. Etwas über die 3-Stundenmarke konnte dann die mittlerweile ebenfalls in Ochtendung eingetroffene erste Mannschaft den ersten Punkt an genau diesem Brett bejubeln weil Halewijn die Partie konsequent in eine nicht mehr zu verteidigende Gewinnstellung gebracht hatte. Aus den noch laufenden 4 Partien musste nun noch dieser halbe Brettpunkt her. An Brett 1 dann der „Rückschlag“, wobei gegen Konstatin Trojanowski als wertungsstärkster Spieler der gesamten Liga ohnehin für Fynn Schneider sicherlich höchstens Außenseiterchancen bestanden. Konstantin nutzte den mittlerweile entstandenen Materialvorteil völlig routiniert um den ungefährdeten Ausgleich einzufahren. Doch die finale Entscheidung ließ nicht lange auf sich warten. Mannschaftsführer Jannik Höblich hatte es gegen Jürgen Mölders geschafft die Partie so zu vereinfachen, dass ein remisiges Turmendspiel entstand und so kam sein Gegner nicht umhin die Hand zur Einigung zu schütteln. 1,5:1,5 bedeutete mindestens den Titel, wenn zu diesem Zeitpunkt auch noch gemeinsam mit Kalenborn.

Adrian Luckmann quälte sich bereits lange mit einer sehr geschlossenen Stellung in der Rainer Koss seine Figuren peu à peu besser stellen konnte, während Adrian nur Abwartezüge blieben. Folgerichtig brach Rainer dann gut vorbereitet in die Stellung seines Gegners ein und erlegte den weißen Monarchen. An Brett 4 sah es zu diesem Zeitpunkt aber mindestens nach einer Punkteteilung aus, weil Alex Pflaum gegen Manfred Latz in ein Endspiel mit verschiedenfarbigen Läufern und einem Mehrbauern gekommen war. Lange kämpften sich beide an der Aufgabe ab dem anderen den entscheidenden Schlag zu versetzen, doch am Ende fand niemand der beiden diesen einen genialen Zug. Remis. 3:2 verlor zwar die zweite Mannschaft dieses Spiel aber die Schachfreunde Ochtendung I wurden damit alleiniger Meister der A-Klasse in der Saison 2025/2026. Die Schachfreunde Ochtendung II landen auf einem respektablen 5. Platz, wobei sie in der Saison überhaupt nur am ersten und letzten Spieltag in Stammbesetzung antreten konnten und insgesamt 14 mal auf Ersatzspieler zurückgreifen mussten.

In der kommenden Spielzeit gilt es nun den Platz in der Bezirksklasse dauerhaft zu festigen. Bei den guten Ergebnissen aus dieser Saison und der Vielzahl an talentierten Nachwuchsspielern und Nachwuchsspielerinnen sollte das aber kein wirkliches Problem sein.

15. Ochtendunger Jugendschachturnier mit Rekordteilnahme und starken Nachwuchsspielern

Ochtendung. 18 Jahre ist unser Verein nun alt und seit 2010 hat sich das Jugendschachturnier in Ochtendung nun einen festen Platz im Turnierkalender vieler Nachwuchsspielerinnen und -spieler verdient. Die Königsklasse U18 bei der Erstauflage mit insgesamt 40 Teilnehmern konnte seinerzeit Kevin Weihrauch für sich entscheiden der diesmal als Geschäftsführer des Schachbezirks Rhein-Ahr-Mosel und Trainer des SV Andernach seine Nachwuchsspieler Johann und Leonard Reichert und Ben Büchner begleitete und so zum Turnier zurückkehrte. Niklas Roth, damals auf Platz 3 in der U12 leitet heute als erster Vorsitzender die Geschicke der Schachfreunde Ochtendung und so zeigt sich mal wieder, dass eben jene Nachwuchsturniere ein wichtiger Baustein im Erhalt unseres schönen Sports sind.

Ob Mönchengladbach, Marburg, Frankfurt oder Trier – einige der Teilnehmer nahmen am 14. März einen weiten Weg auf sich, weil das Turnier auch überregional einen guten Ruf genießt und trotz des gleichzeitig stattfindenden Landesschulschachentscheids in Koblenz erreichten die Anmeldezahlen in den 7 Altersklassen mit 123 einen neuen Rekordwert. In der wunderschönen Kulturhalle hätten aber durchaus noch einige Bretter mehr Platz gefunden so dass für die Zukunft auch bei weiter steigendem Interesse hier so schnell keine Ausweichlocation benötigt werden dürfte.

Und noch ein weiterer Rekordwert belegt wunderbar die tolle Entwicklung der letzten 18 Jahre. Mit sagenhaften 34 Vereinsmitgliedern aus dem Nachwuchs der Schachfreunde Ochtendung selbst kam mehr als ein Viertel der aktiven aus den eigenen Reihen – Grund genug also sich Hoffnungen auf den einen oder anderen Turniersieg zu machen. Auch Bürgermeister Hans-Georg Hammes folgte der Einladung der Schachfreunde und konnte sich so erneut von der tollen Arbeit des Vereins überzeugen der mit seinem Erfolg natürlich auch zur Attraktivität des Ortes beiträgt.

15. Ochtendunger Jugendschachturnier wieder ein voller Erfolg

 

In den jüngeren Altersklassen U8 und U10 stand nach 5 spannenden Runden schon die Siegerehrung an. Den ersten Platz im jüngsten Klassement konnte Jishnu Vara Prasad Kondaveeti vom Mönchengladbacher Schachverein mit einer Spitzenleistung und vollen 5 Siegen erkämpfen. Als beste Spielerin schloss Alissa Kreps vom Bundesligisten SC Heimbach-Weis mit 3 Punkten ab. Überhaupt stellte Heimbach-Weis hinter den Gastgebern die zweitgrößte Spielergruppe an diesem Tag. In der U10 erspielte der nominelle Favorit Archit Goel vom SK Marburg ebenfalls eine „Weiße Weste“ und den unangefochtenen ersten Platz mit 5 aus 5. Güneş Göl von den Schachfreunden Ochtendung erspielte mit 3,5 Punkten in der mit 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stark besetzten Gruppe den Titel der besten Spielerin.

Nach der Siegerehrung, bei der es neben Pokalen für die ersten 3 Plätze für alle als verdienten Lohn eine Medaille, eine Urkunde und einen Sachpreis gab, standen die letzten beiden Runden in den Altersklassen U12-U21 an. In der U12 hatte es dabei in der vierten Runde einen kleinen Paukenschlag gegeben als Nadir Üstüntaş den knapp 600 DWZ-Punkte stärker gewerteten Turnierfavoriten Kushagra Rohatgi von der Schachabteilung des TuS Makkabi FFM schlagen konnte der fortan auf einen Ausrutscher von Nadir hoffen musste. Doch Nadirs Sieg wackelte nur kurz in der sechsten Runde als er gegen David Barsoum einen halben Punkt abgeben musste. Ungeschlagen konnte er entsprechend nach der 7. Runde den Pokal für den ersten Platz entgegen nehmen während die bestplatzierte Spielerin in der U12 erneut vom SC Heimbach-Weis gestellt wurde. Eva Mikunov erspielte hierfür 3,5 Punkte.

In der U14 ging es deutlich enger zu aber auch hier zeigte Ochtendung neben aller gastfreundlichen Geselligkeit schachlich/ sportlich Zähne. Ella Reuber, amtierende Rheinlandmeisterin und Kaderspielerin eroberte früh die Tabellenspitze und musste sich nur gegen Langzeitrivalen Mick Jussack von den benachbarten Schachfreunden Nickenich geschlagen geben. Mit 5,5 Punkten musste sich nicht einmal auf die Zweitwertung vertrauen, da der zweite Platz an Ananya Vasudevan vom SK Langen mit einem halben Punkt weniger ging. Bester Junge im Feld wurde mit ebenfalls 5 Punkten Lennard Spiller von den Schachfreunden Nickenich.

Ananya’s Vereinskamerad Shahzaib Shanawaz Thabrez galt in der U16 als haushoher Favorit und wurde dieser Rolle auch vollumfänglich gerecht. 7 Punkte aus 7 Spielen sprachen eine deutliche Sprache. Auf Platz 2 folgte dann auch direkt die beste Spielerin – wieder aus Ochtendung. Yıldız Göl gab sich nur Shahzaib geschlagen und lieferte mit 5,5 Punkten ordentlich ab.

Die Altersgruppen U18 und U21 musste aufgrund der geringen Teilnehmerzahl in der U21 gemeinsam spielen, wurden aber getrennt ausgewertet. Maxime Hallen vom 1. Schach-Klub Troisdorf setzte sich am Ende eines extrem spannenden Turniers noch vor dem Favoriten Julian Köhler von der SC Talentschmiede Ahrtal durch und wurde mit 6,5 Punkten neben dem besten U18-Spieler auch noch Gesamtsieger. Das U21 Klassement gewann Ben Dehren vom SC 1926 Bendorf.

Jugendwart und Turnierleiter Markus Höblich bedankte sich im Rahmen der Siegerehrung dann bei allen Aktiven, Sponsoren, Eltern und Betreuern aber natürlich auch den tollen Unterstützern aus dem eigenen Verein die mit unermüdlichem Einsatz, Kuchenspenden und einer riesigen Portion guter Laune das Turnier überhaupt erst möglich gemacht hatten. Am Ende des Tages blieben vor allem viele glückliche Gesichter der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und tolle Begegnungen im Gedächtnis. Die kurzfristig eigens aufgestellte Box für Feedback und Verbesserungsvorschläge wurde rege genutzt und der Inhalt bestätigte den Eindruck, dass das Ochtendunger Jugendschachturnier zurecht einen festen Platz im Kalender der Nachwuchssportlerinnen und -sportler hat.

Günes Göl und Nadir Üstüntas vertreten die Schachfreunde Ochtendung bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften

Novum in der Geschichte der Schachfreunde Ochtendung auf nationaler Ebene: Mit Güneş Göl (U8w) und Nadir Üstüntas (U10) traten gleich zwei Nachwuchstalente aus dem Maifeld bei der Deutschen Jugend-Meisterschaft im Nordrhein-Westfählischen Willingen an. Mit Ella Reuber’s Turniersieg beim Tag des Glücks-Turnier war auch sie qualifiziert, konnte aber aus Termingründen nicht teilnehmen. Drei Startplätze auf nationaler Ebene sind ein großartiger Erfolg und eine Bestätigung für den Einsatz und das Talent im Verein.

Nadir Üstüntas: Mutiger Einstieg in den nationalen Spitzenwettbewerb
Das längere U10-Turnier begann für Nadir am 7. Juni verheißungsvoll: Er gewann seine Auftaktpartie gegen den deutlich höher gewerteten Aumkar Sriram vom SV 1947 Waldorf. Trotz einiger mutiger und kämpferischer Partien gelang es ihm jedoch nicht, die Konzentration über das gesamte Turnier hochzuhalten. Nadirs natürliches Angriffsspiel brachte so manchen Gegner ins Schwitzen, doch einzelne Ungenauigkeiten offenbarten den Unterschied in der Erfahrung – zumal es für Nadir der erste Auftritt auf dieser Ebene war.

Erst in Runde fünf gelang ihm ein weiterer Punkt gegen James Peterson, einen weiteren Rheinland-Pfälzischen Spieler vom SV Post Neustadt. Mehrfach schnupperte Nadir an weiteren Punkten, konnte sich aber gegen die im Schnitt um 200 DWZ-Punkte stärkere Konkurrenz nicht durchsetzen. Am Ende belegte er mit 2 aus 9 Punkten einen respektablen 56. Platz auf nationaler Ebene. Mit etwas mehr Training und vor allem Erfahrung ist hier für die kommenden Jahre großes Potenzial vorhanden.

Diese Einschätzung bestätigte sich wenige Wochen später bei den Rheinland-Pfalz Open in Heimbach-Weis, wo Nadir mit einer Leistung von 1463 DWZ-Punkten starke 119 DWZ-Punkte gewann und den ersten Platz in der U10-Altersklasse belegte.

Güneş Göl: Positiver Start in die U8w-Klasse
Güneş startete ihr Turnier am 10. Juni, da die U8w-Altersklasse in nur 7 statt 9 Runden ausgespielt wurde. In der Startrangliste lag sie auf Platz 26 von 28 Teilnehmerinnen. Dennoch begann sie das Turnier mit einem Erfolgserlebnis: In Runde 1 gewann sie mit Weiß gegen Elisabeth Greta Eßers vom SG Blau-Weiß Stadtilm.

Wie Nadir konnte auch sie jedoch aus keiner Schwarz-Partie Punkte erzielen, was den Trainern als klarer Ansatzpunkt für die Weiterentwicklung in den kommenden Wochen dient. Gegen Alisa Piatrushko vom SK Tarrasch 1945 München (Runde 5) und Helena Troeder vom MTV Tostedt (Runde 7) konnte Güneş jeweils mit Weiß gewinnen. Am Ende erreichte sie mit 3 aus 7 Punkten einen hervorragenden 18. Platz – ein tolles Ergebnis für ihr erstes nationales Turnier.

Herausragende Organisation der Deutschen Schachjugend
Die Deutsche Schachjugend hat bei diesem Turnier eine beeindruckende Arbeit geleistet – sowohl am Brett als auch abseits davon. Die Eltern der Spieler sowie die zwischenzeitlich angereisten Vorstandsmitglieder und Trainer Niklas Roth, Markus Höblich und Jugendsprecher Jannik Höblich waren begeistert von dem vielfältigen Programm.

Ein Indoor-Fußballplatz, Tischtennis, Badminton, Trainingseinheiten, Simultanspiele und Analysen mit internationalen Großmeistern, ein Fußballturnier der Bundesländer, Bastelstationen, Schwimmbadbesuche, ein Schachkurs für Mütter, Allerhand Informationsveranstaltungen und Ehrenamtskurse, Betreuerturniere und offene Turniere für mitgereiste Geschwister – all das wurde von zahlreichen Helfern organisiert, um die Kinder zu fördern und gleichzeitig bei Laune zu halten.

Zudem gab es eine Live-Übertragung der Partien mit moderiertem Livestream, sodass Eltern, Vereinskameraden, Trainer und Förderer das Geschehen verfolgen konnten.

Chapeau an die Deutsche Schachjugend für diese großartige Organisation! Ebenso ein großes Lob an unsere Teilnehmer Güneş Göl und Nadir Üstüntas sowie an alle Aktiven vor Ort. Die Schachfreunde Ochtendung, der Schachbezirk Rhein-Ahr-Mosel sowie die Schachjugenden Rheinland und Rheinland-Pfalz wurden auf nationaler Ebene würdig vertreten.

Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um uns bei allen Förderern zu bedanken, die diese Teilnahme überhaupt erst möglich gemacht haben. Mit solch engagiertem Nachwuchs und starker Unterstützung blicken wir voller Zuversicht in die Zukunft des Schachs im Maifeld.

IV. Mannschaft landet auf dem Treppchen

Ochtendung. Die vierte Mannschaft der Schachfreunde Ochtendung, bestehend aus Florian Schneider, Ella Reuber, Yıldız Göl und Nadir Üstüntas, trat mit den Ersatzspielern Hans-Peter Jucken und Yagmur Göl an. Wobei Yagmur bei zwei Spielen zum Einsatz kam. Florian übernahm die Rolle des Mannschaftsführers.

In der ersten Saisonhälfte erreichte das Team zwei Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage. Die zweite Hälfte der Saison verlief jedoch deutlich erfolgreicher: Es folgten drei Siege und nur eine weitere Niederlage.

Die 6. Runde begann mit einer Niederlage gegen die zweite Mannschaft aus Kettig. Nadir, der üblicherweise schnell für einen Punkt sorgt, verlor hier ausnahmsweise seine einzige Partie der Saison. An den Brettern 1 bis 3 wurde hart gekämpft. Yıldız, Ella und Florian konnten jeweils ein Remis erzielen – eine beachtliche Leistung, da ihre Gegner jeweils rund 200 Wertungspunkte mehr aufwiesen.

Am darauffolgenden Spieltag trat das Team gegen den Tabellenführer SC Cochem III an.

Hier zeigte sich Nadir wieder in Topform: Mit seinem gewohnt aggressiven Spielstil gewann er als Erster. Auch Ella und Yıldız punkteten mit stark gespielten Kombinationen. Florian gewann im Mittelspiel eine Qualität, doch Kim Anetsberger, Mannschaftsführerin von SC Cochem, konterte erfolgreich und errang den einzigen Punkt für ihr Team. So lautete das Endergebnis 3:1 für Ochtendung.

Gegen die Mannschaft vom TC Grafschaft ging es ebenfalls erfolgreich weiter. Nadir punktete früh, während Florian seinem Gegner unterlag. Dank der Siege von Yıldız und Ella stand es am Ende erneut 3:1 für die Gäste aus Ochtendung. Damit stand die Mannschaft punktgleich mit Cochem III auf Platz 3 bzw. Platz 4 der Tabelle.

Cochem IV lag direkt vor ihnen, gegen die in der Hinrunde ein Remis erzielt worden war.

Tabellenführer war SC Kettig II. Rechnerisch war sogar noch Platz 2 möglich – dafür musste

ein Sieg her, und es bedurfte Schützenhilfe von der eigenen dritten Mannschaft. Kettig II hätte außerdem gegen Cochem IV gewinnen müssen. Am letzten Spieltag traten die Ochtendunger gegen die Mannschaft „Fit Step by Step II“ aus Volkesfeld an. Nadir erzielte erneut den ersten Punkt, nachdem seine Gegnerin Alexandra Fink dem konstanten Druck nicht standhalten konnte. Ella setzte mit einer taktisch ausgeklügelten Kombination nach, bei der sie zwei Leichtfiguren gewann – auch ihre Gegnerin gab daraufhin auf. Das bedeutete bereits das sichere Remis für das Team. Florian stand an Brett 1 ausgeglichen und bot ein Remis an, das sein Gegner annahm – 2,5:0,5 für Ochtendung.

Yıldız steuerte zum Abschluss ein weiteres Remis gegen Frank Dahm bei. Endstand: 3:1.

Beide Punkte waren entscheidend, um sich im direkten Vergleich mit Cochem III den Podestplatz zu sichern.

Für den zweiten Tabellenplatz reichte es jedoch nicht mehr. Überraschend verlor Tabellenführer Kettig II gegen Cochem IV, die damit den Meistertitel errang. Die dritte Mannschaft der Schachfreunde unterlag knapp mit 1,5 Punkten gegen Cochem III. Doch das von Oliver erzielte Remis für Ochtendung III war ausschlaggebend – dadurch konnte sich die vierte Mannschaft an Cochem III vorbeischieben und sich die Bronzemedaille sichern.

Herausragender Spieler war Nadir Üstüntas. Mit 8 Punkten aus 9 Partien erzielte er nicht nur die meisten Punkte seiner Mannschaft, sondern landete auf Platz 2 von insgesamt 64 Spielern der Liga. Nur Lennard Spiller erzielte mehr Punkte. Da beide auf demselben Brett gemeldet waren, ging der Titel des Brettmeisters an Lennard. Allerdings hatte Nadir alle seine Punkte tatsächlich erspielt – nicht durch kampflose Siege.

Die vierte Mannschaft blickt zuversichtlich in die Zukunft und möchte sich in der kommenden Saison noch weiter steigern. Durch den Erfolg und die Platzierung vor der dritten Mannschaft wird aus der vierten im nächsten Jahr die neue dritte Mannschaft.

Ella Reuber glänzt bei Schachturnier

Ochtendung. In diesem Jahr waren die Schachfreunde Ochtendung nicht einfach nur Teilnehmer, sondern erstmals Ausrichter der Rheinland-Einzelmeisterschaften 2025. Die Vorbereitungen starteten bereits im September und wurden vom ersten Vorsitzenden Markus Höblich in enger Zusammenarbeit mit dem Schachverband Rheinland koordiniert. Leider stand die Kulturhalle Ochtendung aus Kostengründen nicht als Austragungsort zur Verfügung. Auch die Sporthalle sowie die Wernerseckhalle kamen aufgrund von Bauarbeiten nicht in Frage, da die Turnierruhe nicht gewährleistet werden konnte. Daher wurde auf die Bürgerhalle in Miesenheim ausgewichen. Ein fehlender Analysebereich wurde durch ein Zelt vor Ort kompensiert – beim sonnigen Wetter am ersten Turnierwochenende stellte das zum Glück kein Problem dar und wurde von den Teilnehmern angenommen. An den anderen Spieltagen wurde es trotz des nicht idealen Wetters rege frequentiert.

Für die Verpflegung sorgten die Schachfreunde Ochtendung in Eigenregie: Am ersten Wochenende wurden Snacks, Kuchen sowie eine Auswahl an Getränken wie Afri-Cola, Bluna, Wasser, Apfelschorle, Kaffee sowie (alkoholfreies und alkoholhaltiges) Bier und Radler angeboten. Unterstützung kam von den „Küchenbullen“, die mit ihrem Foodtruck vor Ort waren – auch am Karsamstag. An den übrigen Spieltagen wurde das kulinarische Angebot durch Würstchen im Brötchen, veganen Kartoffelsalat und vegetarischen Nudelsalat ergänzt – für jeden Geschmack war etwas dabei.

Neben dem Hauptturnier fanden auch ein Seniorenturnier (ab 60 Jahren), das Meisteranwärterturnier, das Meister-B- und Meister-A-Turnier sowie das traditionelle Blitzturnier am Karfreitag statt. Da der Verein organisatorisch stark eingebunden war, nahmen lediglich fünf Mitglieder der Schachfreunde Ochtendung am Hauptturnier teil: Leo von Elmpt, Jannik Höblich, Ella Reuber, Julian Rincke und Lucas Schmitz. Am Blitzturnier nahmen zudem der Ehrenvorsitzende Patrick Bast, der aktuelle Vorsitzende Markus Höblich, Aljoscha Böhm, Erik Häuser, Felix Pistono und Armin Herrhaus teil. Thorsten Kammer, 2. Vorsitzender der Talentschmiede Ahrtal und Mitglied bei den Schachfreunden Ochtendung, nahm ebenfalls am Blitzturnier teil und konnte sich in der 2. Endrunde im vorderen Mittelfeld platzieren.

Ein sportliches Highlight war der Auftritt von Ella Reuber, die als beste Frau des Hauptturniers abschnitt. Sie stellte damit den Rekord als jüngste beste Dame von 2015 ein – damals errungen von Theresa Reitz vom VfR-SC Koblenz. Ella beendete das Turnier auf einem hervorragenden 26. Platz – elf Ränge über ihrem Startrang und als beste Spielerin aus den Reihen der Schachfreunde Ochtendung. Direkt dahinter folgte Leo von Elmpt auf Platz 27. Jannik Höblich, Lucas Schmitz und Julian Rincke belegten die Plätze weiter hinten.

Das Blitzturnier am Karfreitag brachte wie gewohnt eine ganz eigene Atmosphäre mit sich. Im Gegensatz zum klassischen Turniermodus mit 90 Minuten Bedenkzeit pro Spieler plus 30 Sekunden Inkrement pro Zug sowie zusätzlichen 30 Minuten ab dem 40. Zug wird beim Blitzen mit nur 5 Minuten pro Spieler ohne Inkrement gespielt. Entsprechend laut und lebendig war es im Turniersaal – konzentrierte Stille wich dem Klacken der Schachuhren, den Kommentaren, Flüchen und Freudeausdrücken der Spieler. Selbst die Theke im Turniersaal konnte genutzt werden – eine Ausnahme, die nur beim Blitzturnier möglich ist.

Das Turnier fand vom 12. bis 13. April sowie vom 17. bis 19. April statt. Die Belastung für das Helferteam war spürbar: Die meisten waren bis Mitternacht im Einsatz, nur um morgens ab 8 Uhr wieder vor Ort zu sein, um den Aufbau und die Vorbereitung für die nächste Runde zu stemmen.

Besonderer Dank galt dem Schachverband Rheinland für die gute Zusammenarbeit, allen Helferinnen und Helfern, den unterstützenden Eltern – und natürlich allen Teilnehmenden der Turniere. Ohne diese Unterstützung wäre dieses Event nicht möglich gewesen.

Schach verbindet

Thorsten Kammer analysiert den Mannschaftskampf gegen die Talentschmiede Ahrtal

Schach ist nicht nur ein Duell um den König, sondern auch ein Spiel, dass Menschen zusammenbringt. Die Schachfreunde Ochtendung haben nach ihrem Aufstieg in die Bezirksklasse als Meister der A-Klasse einen schweren Stand. Meistens als klarer Außenseiter angetreten, gelang es doch dem ein oder anderen Favoriten ein Bein zu stellen. Das glückte auch in der Rückrunde gegen den Tabellenzweiten den Schachclub Talentschmiede Ahrtal, dem ein 3:3 abgerungen werden konnte.

Das ist für den Vorsitzenden der Schachfreunde Ochtendung Markus Höblich und den 2ten Vorsitzenden der Talentschmiede Thorsten Kammer kein normaler Mannschaftskampf, denn sie sind Mitglied in beiden Vereinen. „Markus und mich verbindet schon seit langen unser gemeinsamer Drang das königliche Spiel weiter vor allem bei Kindern und Jugendlichen weiter bekannt und beliebt zu machen. Für das Engagement und dass, was in Ochtendung entstanden ist, kann man nur den Hut ziehen“, so Thorsten Kammer, der als Spielertrainer einige starke Jugendliche in der Talentschmiede ausgebildet hat.

„Wir haben schon einige gemeinsame Veranstaltungen durchgeführt“, ergänzt Markus „und gerade die Trainings von Thorsten, der etwas spielstärker ist als unsere Spieler, hat uns immer viel gebracht. Von daher habe ich die Idee, unsere Mannschaftskämpfe gegen die Ahrtaler zu analysieren und zu besprechen, gerne aufgenommen.“ Am Trainingsabend (Mittwoch) war es dann so weit, Thorsten rückte mit vielen Analysen auf dem Computer und Tipps für die Spielgestaltung an, wo die gesamte erste Mannschaft sowie weitere Mitglieder schon begierig warteten. In chronologischer Reihenfolge wurden so noch einmal die Dramen des Mannschaftskampfes dargestellt. Thorsten zeigte auch auf, was man konkret hätte besser machen können und gab Ratschläge, wie man diese Fehler zukünftig vermeiden kann. Dabei sparte er nicht mit Lob und Tadel und ließ auch die ein oder anderen Anekdote einfließen. Ein besonderes Lob bekam Nils Schuck, der als Matchwinner für die Schachfreunde, wieder gegen die Talentschmiede den vollen Punkt holte und den Mannschaftspunkt sicherte. „Wie er die Fehler, seines Gegners, der bewusst einem Remis auswich dann ausgenutzt und sich verteidigt hat, dass war richtig gut“, so die Einschätzung von Thorsten.

Durch die anstrengenden und tiefen Analysen fiel gar nicht auf, dass im Eifer des Gefechts die beste Partie des Tages nicht besprochen wurde. Im Duell am 3ten Brett, sicherte Niklas Roth das Remis, obwohl er lange unter starkem Druck stand.

Viele Partien glichen einer Achterbahnfahrt, in der jeder mal auf Gewinn stand, aber das ist nun einmal Schach als Sport. „Das Unentschieden war nicht das, was wir uns vorgestellt haben aber Friedel Schütz, Nils Schuck, Niklas Roth, Armin Herhaus, Leo von Elpt und Fynn Schneider haben sich diesen Punkt redlich verdient“ so fasste Thorsten, der freiwillig pausierte, den Mannschaftskampf zusammen. Markus bedankte sich im Anschluss für den kurzweiligen Vortrag und die ausführlichen Analysen, die jeder Teilnehmer bekam, welche nicht nur Computervarianten, sondern auch noch die Anmerkungen und Ratschläge von Thorsten beinhalteten. „Es hat wie immer Spaß gemacht und ich denke, dass auch jeder etwas für sein Schach mitnehmen konnte.“ So endetet ein etwas anderer Trainingsabend der mal wieder gezeigt hat, dass Schach Menschen zusammenbringt und freundschaftlich verbindet, die zwar am Brett um den Sieg kämpfen, aber danach wieder gemeinsam etwas auf die Beine stellen.

Schachclub Talentschmiede Ahrtal Wechselvolle Partie in Ochtendung

Kreis Ahrweiler. Die erste Mannschaft des Schachclubs Talentschmiede Ahrtal kommt in der Rückrunde noch nicht richtig in Schwung. Nach dem zweiten Unentschieden in Folge in der Bezirksklasse beträgt der Rückstand auf den Tabellenführer und Abonnementssieger aus Andernach bereits zwei Mannschaftspunkte.

Dabei waren die Rollen am siebten Spieltag gegen die Schachfreunde Ochtendung klar verteilt. Die Ahrtaler wollten als Tabellenzweiter gegen das Schlusslicht gewinnen, um das Titelrennen weiter offen zu halten.

Doch ohne die stärkste Mannschaftsaufstellung entwickelte sich das Spiel zu einer wahren Achterbahnfahrt. Die Ahrtaler ließen ihren Spielertrainer Thorsten Kammer, der auch Mitglied in Ochtendung ist, pausieren. Dieser musste dann mit ansehen, wie der frischgebackene Qualifikant für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften der U18, Roman Windscheif, früh eine Gewinnstellung auf dem Brett hatte, diese aber zum Verlust verdarb. Umgekehrt verlief die Partie am Spitzenbrett. Jürgen Kaster war mit Bauernnachteil aus der Eröffnung gekommen. Im Turmendspiel konnte er seine Bauernmehrheit am Damenflügel konsequent nutzen und den Mannschaftskampf ausgleichen. Jonas Naumann am vierten Brett spielte eine solide Partie und nutzte dann den ersten groben Fehler seines Gegners zum entscheidenden Materialgewinn.

An den übrigen Brettern war der Ausgang alles andere als klar. Mannschaftsführerin Elisa Naumann remisierte als nächste. Sie hatte mehrere Möglichkeiten ausgelassen, die gegnerische Dame zu erobern, erarbeitete sich aber immer wieder Gewinnmöglichkeiten. In Zeitnot bot sie Remis an, was ihr Gegner dankend annahm. Das Remis an Brett 3 von Julian Köhler, dem erfolgreichsten Punktesammler der Talentschmiede und derzeit Führenden in der Brettwertung an Brett 4, war die beste Partie des Tages. Julian opferte einen Turm für eine Leichtfigur und kompensierte dies mit einem starken weißfeldrigen Läufer. Der Ochtendunger verteidigte seine Königsstellung umsichtig, gab das Mehrmaterial zurück und erreichte ein verdientes Remis. Nun ruhten die Hoffnungen der Ahrtaler auf Luca Häusler, der seine schlechte Stellung verteidigen würde, um den Mannschaftssieg zu sichern. Doch diesmal reichten seine Verteidigungskünste nicht aus und er musste sich geschlagen geben.

„Das war ein unnötiges Mannschaftsremis“ kommentierte Spielertrainer Thorsten Kammer, „denn wir haben zwar bis zum Ende an allen Brettern gekämpft, aber wir haben so viele -auch leichte- Fehler gemacht wie in der bisherigen Saison nicht. Auch hier hat sich gezeigt, dass in unserer Klasse jeder jeden schlagen kann, und das müssen wir in drei Wochen gegen den Titelfavoriten Andernach auch beweisen“.

Schachfreunde Ochtendung Erste Mannschaft ist Meister der A-Klasse

Ochtendung. Der Matchball ist verwandelt. Was vor der Saison eigentlich keiner so richtig auf dem Zettel hatte, ist nun Realität: Die Schachfreunde Ochtendung sind mit 8 Siegen und einem Unentschieden Meister der A-Klasse des Schachbezirk Rhein-Ahr-Mosel und damit auch sportlich in der nächsten Saison für die Bezirksklasse qualifiziert.

Am letzten Spieltag nach der langen Osterpause ging es in Kalenborn gegen die SpVgg darum, mindestens ein Unentschieden zu holen, um von den zweitplatzierten Kettigern die zeitgleich ihr Spiel gegen Cochem gewinnen mussten, nicht mehr eingeholt werden zu können.

Markus Höblich führte an Brett 5 gegen Hilmar Kretzer die weißen Steine und kam bereits früh einen Bauern in Front. Durch konsequentes Einengen der schwarzen Leichtfiguren konnte Markus diesen Vorteil gar auf 3 Bauern ausweiten und als die Umwandlung für mindestens einen derer anstand, gab Hilmar Kretzer die Partie auf. Nach 2,5 Stunden war damit der erste Punkt eingefahren. Mannschaftsführer Niklas Roth hatte an Brett 4 in der letzten Saisonpartie einige ungewohnte Ungenauigkeiten im Spiel, so dass Erich Hupperich zwischenzeitlich doch sehr gute Chancen auf den Sieg, mindestens aber ein Remis hatte. Als er sich entschied, die letzten Leichtfiguren zu tauschen, konnte Niklas aber mit gutem Endspiel doch den zweiten Punkt souverän nach Hause bringen. Den notwendigen halben Punkt steuerte dann Vereinsmeister Nils Schuck an Brett 3 bei. Gerald Dittmann hatte zwar einen Freibauern aber beide eben auch noch je einen Springer auf dem Brett. Nach der Einigung auf Unentschieden folgten zwar noch lange Analysen der beiden aber die Punkteteilung war sicherlich nicht unverdient – die Meisterschaft war unter Dach und Fach.

Friedel Schütz war zu dieser Zeit an Brett 1 gegen Rainer Koss bereits eine Qualität in Front, hielt die Stellung aber noch in erster Linie sicher zusammen. Befreit von der Last des möglichst mannschaftsdienlichen Spiels konnte Friedel auf das sprichwörtliche Gaspedal treten und seinen Vorteil mit einem hübsch anzusehenden Opfer in einen Sieg ummünzen. Einzig Armin Herhaus – in dieser Saison etwas vom Pech verfolgt – gelang am zweiten Brett trotz großem Kampf kein persönlicher Befreiungsschlag mehr. Ein Endspiel mit Bauern und zwei Türmen kippte vom Vor- in einen Nachteil, den sein Gegner konsequent ausnutzen konnte. Allerdings war die Aufgabe gegen den Kalenborner Jürgen Mölders in dieser Saison zu spielen für alle seine Gegner eine Nummer zu groß, weswegen er völlig zurecht mit 8,5 Punkten aus 9 Spielen auf Platz 1 der Bestenwertung abschließt.

Weil Ligaspiele im Schach traditionell sonntags stattfinden, blieb das Siegerkaltgetränk noch aus – die Stimmung in der Mannschaft war aber mindestens so sonnig wie das Wetter beim Siegerfoto. Überhaupt war der stets gute Mannschaftsgeist aber auch die Breite im Kader, mitsamt der eingesetzten Ergänzungsspieler Leo von Elmpt und Patrick Bast ein Schlüssel zu diesem Erfolg. Auch die Gegner wurden auf Augenhöhe wahr- und ernstgenommen und letztlich war auch jeder einfach froh wieder eine normale Saison ohne Einschränkungen am Brett spielen zu können.

Schachfreunde Ochtendung Matchball für die erste Mannschaft

Ochtendung.Zum echten Spitzenspiel der diesjährigen A-Klassesaison kam es nur einen Tag nach dem sehr erfolgreichen 12. Ochtendunger Jugendschachturnier gegen die zweite Mannschaft des SC 1924 Kettig. Sowohl die erste Mannschaft von Mannschaftsführer Niklas Roth als auch die Gäste hatten in dieser Saison noch keine einzige Niederlage einstecken müssen und neben 6 Siegen jeweils nur ein einziges Unentschieden zu verzeichnen. Besonders pikant war dabei, dass auch die Brettpunkte mit 24 bei beiden die gleichen waren, so dass man sich den Platz an der Sonne tatsächlich vor dem Duell teilen musste. Die Meisterschaft konnte dabei allerdings noch nicht entschieden werden, da am letzten Spieltag am 23. April noch jeweils gegen die SpVgg Kalenborn (Ochtendung) und SC Cochem II (Kettig) zu spielen ist.

Dennoch war völlig klar, dass ein Sieg an diesem Tag einen deutlichen Schritt in Richtung Titel bedeuten würde. In einer Stimmung, die man am ehesten wohl professionell-gesellig bezeichnen könnte, ging es dann auch pünktlich an die Bretter und es entwickelten sich allesamt spannende Partien. Leichte Personalrochaden gab es in der Mannschaftsaufstellung, so dass die beiden am stärksten gewerteten Spieler Friedel Schütz und der in dieser Saison noch ungeschlagene Manfred Sorger an Brett 1 die hölzernen Klingen kreuzten. Nach etwas mehr als 1,5 Stunden gab es dann relativ zeitnah die ersten beiden Remisgebote der Begegnung. Armin Herhaus spielte an Brett 3 die schwarzen Steine gegen Mannschaftsführer Elmar Zimmer und schätzte die Stellung als weitestgehend beruhigt und ausgeglichen ein. Ebenfalls mit Schwarz hatte sich Markus Höblich gegen Michael Höber an Brett 5 schadlos aus der leicht unterlegen gespielten Eröffnung in ein sich nun auflösendes Mittelspiel mit Generalabtauschgefahr und dann geschlossener Stellung gerettet und bot ebenfalls die Punkteteilung an. Zu diesem Zeitpunkt konnte Niklas Roth dann am vierten Brett gegen Hans-Peter Engel das erste zählbare sichern indem er in der von beiden gerade sehr auf Königsangriff gespielten Partie ein Matt in 6 erkannte. Trotz längerem und intensiven Prüfen der Stellungen wollten Elmar Zimmer und Michael Höber keine zwingend gewinnbringenden Lösungen einfallen und so stand es nach der doppelten Annahme des Remisangebotes 2:1 für Ochtendung.

Nils Schuck an Brett 2 bearbeitete Hermann Schlötter in einem ausgeglichenen Match ordentlich und konnte zur Freude seiner Mannschaft etwas später derart viele Baustellen in der gegnerischen Stellung offenlegen, dass Hermann schließlich aufgab. Der Sieg war geschafft und nun stellte sich nur noch die Frage, ob sich das jetzt so wichtige Brettpunktekonto weiter ausbauen lassen würde. Friedel Schütz war in der Zwischenzeit, wie man im Schachjargon zu sagen pflegt, eine Qualität im Rückstand. Was je nach Stellung nicht zwangsläufig ein entscheidender Nachteil sein muss, wurde aber mit zunehmender Partiezeit durch den Wegfall weiterer Figuren und das Bilden von Freibauern durch Manfred Sorger zur entscheidenden Überlastung. Die Aufgabe von Friedel bedeutete den knappest möglichen Sieg mit 3:2, aber alle Ochtendunger waren sich einig, dass alles besser ist als nach einem Unentschieden in dieser Runde am letzten Tag möglicherweise auf einen Gesamtsieg nach Brettpunkten hoffen zu müssen. Mit den Gästen gemein war aber auch die Meinung, dass dieser Mannschaftskampf der Ausgangssituation würdig wurde und das Ergebnis durchaus so knapp klang, wie es war.

Mit Kalenborn steht nun ein letzter starker Gegner zwischen der Meisterschaft und Ochtendung I – der heute erspielte Vorteil bedeutet aber, dass den Schachfreunden bereits ein Unentschieden am letzten Spieltag zum Titel genügen würde.

Jugendschachturnier 2023 bei den Schachfreunden Ochtendung Fairer Wettstreit in sechs Altersklassen Teilnehmeranzahl auf Niveau von 2019

Ochtendung.Kürzlich fand das diesjährige Ochtendunger Jugendschachturnier statt. 101 Schachspielerinnen und Schachspieler maßen ihre schachlichen Fähigkeiten im fairen Wettstreit in sechs Altersklassen. Neben dem guten Wetter und der Begeisterung der Teilnehmer für das königliche Spiel sorgten auch die Verpflegung mit Speisen und Getränken, so wie die für dieses Turnier gut geeignete Kulturhalle für ein rundherum gelungenes Erlebnis.

Auch wenn im Wettstreit die oberen Plätze ihrer Natur nach begrenzt sind, hat jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer sicherlich etwas gewonnen, womit ausdrücklich nicht die Praxis der Schachfreunde Ochtendung gemeint ist, jeder und jedem einen Sachpreis auszugeben, sondern die Spielerfahrung und die Freude am Brett und drumherum. Trotzdem sei an dieser Stelle noch einmal die Leistung der oberen Plätze zu würdigen. Alle weiteren Platzierungen können der Tabelle entnommen werden.

Die ersten Plätze erspielten sich Taim Al Luwaisi mit 5 aus 5 Punnkten in der U8, Omer Al Luwaisi mit 5 von 5 Punkten in der U10, Simon Fischermann mit 6 aus 7 Punkten in der U12, Adrian Beidinger mit 6 von 7 Punkten in der U14, Julian Köhler mit 7 von 7 Punkten in der U16 und Fynn Schneider mit 7 von 7 Punkten in der U18.

Die zweiten Plätze erspielten sich Alex Chen in der U8, Kushagra Rohatgi in der U10, Leo Keßler in der U12, Anton Quirin in der U14, Ruben Petrosyan in der U16 und Marko Nedilko in der U18.

Die dritten Plätze erspielten sich Erik Adolph in der U8, Arseniy Saprygin in der U10, Mick Jussack in der U12, Charlotte Fischermann in der U14, Arnold Spuling in der U16 und Felix Fink in der U18.

Die Schachfreunde Ochtendung freuen sich mit und über jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer. Sehr gerne begrüßen sie auch nächstes Jahr neue und wiederkehrende Gäste und laden daher herzlich ein, am 3. März 2024 das nächste Ochtendunger Jugendschachturnier zu besuchen.